Der IFAG-Arbeitskreis will Abfallwirtschaft und Stoffstrommanagement im Gesundheitswesen durch Wissens- und Informationstransfer ökologisch und ökonomisch voranbringen und damit umweltgerechte Maßnahmen in Einrichtungen des Gesundheitswesens fördern.
Arbeitskreis und Internet-Forum bestehen seit 2003 und erfreuen sich der aktiven Mitarbeit einiger Umwelt-, Abfall- und Hygienebeauftragter von Krankenhäusern aus Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus arbeiten Vertreter folgender Institutionen mit: Landesapothekerkammer, Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. , Struktur- und Genehmigungsdirektion und vor allem auch das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, das auch den stellvertretenden Vorsitz übernommen hat.
Im internen Bereich der Homepage - Extranet - stehen für die Mitglieder Sitzungsunterlagen, Vorträge, Fotos und weitere Informationen zur Verfügung.
Der IFAG-Arbeitskreis trifft sich zweimal jährlich , abwechselnd in einer Institution in Mainz und einem Krankenhaus in Rheinland-Pfalz. Gäste sind willkommen und können sich anmelden unter: Daniela.Arnold(at)mulewf.rlp.de
IFAG bündelt konkrete Fachinformationen, sammelt bundesweit Seminartipps, Publikationen und Links. Darüber hinaus werden spezielle Fragestellungen, z.B. die Entsorgung von Dialyseabfällen erarbeitet. Die Ergebnisse sind als Praxistipp oder in Form des "ABFALL-ABC" verfügbar. Bei Verlinkung zu externen Internetauftritten von z.B. Instituten oder Verbänden bleibt der dort Zuständige für den Inhalt verantwortlich. Das IFAG-Faltblatt gibt weitere Auskunft über Struktur und Ziele des Arbeitskreises.
Die Kooperation mit Arbeitskreisen anderer Länder wie Thüringen, Saarland , Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern dient dem fachlichen Austausch auf der "Praxisebene".
Die letzte Sitzung des IFAG-Arbeitskreises fand am 24. Februar 2011 im Umweltministerium Mainz statt. Neben aktuellen Themen wie dem Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, dem neuen DWA-Merkblatt über Krankenhausabwasser und dem Entwurf einer Krankenhaushygiene-Verordnung wurde erneut zum Thema Energie-Effizienz im Krankenhaus informiert. Vorträge über die Entsorgung im Uniklinikum Mainz sowie zum Nullcontainerkonzept an der Universität Saarbrücken boten reichlich Stoff zum gegenseitigen Austausch. Außerdem stellte ein Vertreter des thüringischen Arbeitskreises Umweltschutz im Krankenhaus den dortigen Arbeitskreis vor. Das Gefahrstoffmanagement an den Katholischen Kliniken Mainz als auch der Bericht des LUWG über die neue Kennzeichnung für Versandstücke nach ADR 2011 und GHS rundeten den Tag ab.
Die nächste IFAG-Sitzung findet am Donnerstag, 8. September 2011 im Krankenhaus Maria Hilf in Daun/Eifel statt.
NEU NEU NEU - April 2011: Ab sofort können sich Interessenten am 2. Energie Effizienztisch für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz bei Fr. Arnold melden: Daniela.Arnold@mulewf.rlp.de Weitere Informationen siehe unten - EnEffTisch.

Energie-Effizienztisch für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz
Abschlussveranstaltung und Übergabe der Teilnahmebescheinigungen in Dernbach im November 2010
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten hat zusammen mit dem Arbeitskreis IFAG den Energie-Effizienztisch für Krankenhäuser ins Leben gerufen. Durchführendes Ingenieurbüro ist die Fa. Arqum - Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH. 14 Krankenhäuser haben innerhalb eines Jahres gemeinsam an 8 Workshops zum Energiemanagement teilgenommen und weiterhin individuelle Vor-Ort-Beratungen erhalten. Das Ministerium hat das Projekt zu 50% finanziell unterstützt. Frau Ministerin Conrad stellte den Abschlussbericht anlässlich einer Pressekonferenz am 6. Dezember 2010 vor.
Insgesamt haben die Teilnehmer am Energieeffizienztisch 240 Vorschläge erarbeitet (Download der anonymisierten Liste), die in einem Maßnahmeplan für jedes Krankenhaus mit Kostenplan und Amortisationszeiten dargestellt sind.
Würden alle Maßnahmen umgesetzt, könnten die Krankenhäuser zusammen über 730.000 € einsparen bei einer Investitionssumme von rund 4,3 Millionen €. Bei einer CO2-Einsparung von 1.100 Tonnen würde sich der jährliche Energieverbrauch dabei um mehr als 2,9 Millionen Kilowattstunden verringern.
Der kürzlich "abgeschlossene" Energieeffizienztisch soll als Netzwerk fortgeführt werden. Außerdem wird ein 2. Energie Effizienztisch starten.
Der Energie Effizienztisch erschließt vielfältige Potenziale zur effizienten Energienutzung und verbindet betriebswirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen mit den Zielen des Klimaschutzes. Die Kombination aus ingenieurtechnischer Beratung und moderiertem Erfahrungsaustausch ist der Schlüssel zum Energie-Einspar-Erfolg.
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