Rheinland-Pfalz liegt im Herzen Europas. Aber "was ist europäisch?" In seinen "Reden für einen gastlichen Erdteil" sagt der Schweizer Adolf Muschg: Die Geschichte Europas "war eine Geschichte kritischer Teilungen, und in jeder von ihnen steckte ein integratives Moment, das die Teilung wieder zur Überwindung bestimmte und zu einer neuen, höheren Einheit führte bis zum heutigen Tag".
Die Integration Europas werde dazu führen, dass die Teile besser, sogar eigenständiger leben können als in den nationalen Grenzen. Mit einer umfangreichen Förderpolitik unterstützt Europa diesen Integrationsprozess. Nachhaltige Entwicklung, Natur- und Umweltschutz und mit wachsender Bedeutung der Klimaschutz profitieren davon. In der aktuellen Förderperiode der Europäischen Union bilden Struktur- und Agrarpolitik zwei Drittel des EU-Haushaltes ab.
Rheinland-Pfalz hat in Europa und über die europäischen Grenzen hinaus mit Hilfe internationaler Kooperationen und Partnerschaften ein globales Netzwerk zum nachhaltigen Schutz der Umwelt entwickelt. Historische oder geografische Besonderheiten erweisen sich dabei als großer Vorteil.
Die Nachhaltigkeitsstrategie, das Agenda 21-Programm der Landesregierung Rheinland-Pfalz, sieht die "Internationale Verantwortung" als einen Hauptbestandteil der Nachhaltigen Entwicklung. Die Durchsetzung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen und die Initiative des "Global Marshall Plans" stehen dabei im Vordergrund, um weltweit den Klimawandel, Armut und Hunger und ungerechte Verteilungen zu bekämpfen.
Der Austausch von Erfahrungen, der Transfer von Know-how und die Entwicklung von zukunftsweisenden Umwelttechnologien sind Möglichkeiten, dieser "Internationalen Verantwortung" gerecht zu werden.
