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EU-Förderprogramme

 

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)/Programm "Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen und Landentwicklung" (PAUL)

Mit der Einrichtung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wurden alle Maßnahmen der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union in einem Fonds gebündelt. Das Land Rheinland-Pfalz setzt dies mit dem Entwicklungsprogramm "Programm Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen und Landentwicklung" (PAUL) um. Für die Förderperiode 2007 bis 2013 erhält Rheinland-Pfalz zur Entwicklung des ländlichen Raums 245,252 Mio Euro an ELER-Mitteln. Im Rahmen von vier Schwerpunkten

  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft
  • Verbesserung der Umwelt und der Landschaft
  • Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft
  • Leader-Ansatz  

wird das Programm federführend vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten (MULEWF) in Rheinland-Pfalz umgesetzt.

Weitere Detailinformationen zu ELER-PAUL und LEADER finden Sie hier:

 

EU-Strukturfonds "Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)" und "Europäischer Sozialfonds (ESF)"

Die Umsetzung der europäischen Strukturpolitik zur Beseitigung regionaler Ungleichgewichte erfolgt in Rheinland-Pfalz einerseits über den "Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung" (EFRE), den federführend das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung verwaltet und den "Europäischen Sozialfonds" (ESF) als wichtigstem arbeitsmarktpolitischem Instrument der EU, den federführend das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen verwaltet.

Der Europäische Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) ist ein Strukturfonds der Europäischen Union und zielt auf die Beseitigung regionaler Ungleichgewichte.
Die rheinland-pfälzische Landesregierung fördert Maßnahmen zu drei Schwerpunkten:

  • Förderung der unternehmerischen Basis zur Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen
  • Förderung von Wissen und Innovation  für mehr Wachstum
  • Förderung lokaler und regionaler Entwicklungspotentiale zur Erhöhung der Attraktivität der Regionen für Investoren und Arbeitskräfte

Rheinland-Pfalz erhält nach dem aktuellen Stand 217,6 Mio Euro an EFRE Fördermitteln.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten partizipiert an diesem Programm und beteiligt sich mit einer Kofinanzierung beim Aus- und Aufbau von Netzwerk- und Clusterstrukturen sowie bei Projekten zur Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz und der Förderung regenerativer Energien.

So führt bereits seit Anfang 2008 die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) und das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. gemeinsam mit Unternehmern ein Dachprojekt zur Clusterentwicklung im Bereich des Holzbaus in den Regionen Trier und Mittelrhein-Westerwald durch. Die hierzu eingerichtete "Clusterinitiative Forst und Holz in Rheinland-Pfalz"/Holzbau-Cluster Rheinland-Pfalz verfolgt hierbei das Ziel einer Stärkung der Holzbaubranche und vorhandene Netzwerkstrukturen weiter zu entwickeln.

Weitergehende Informationen zum vorgenannten Projekt finden Sie hier:

Weitere Detailinformationen zu ESF.

Weitere Detailinformationen zu  EFRE.

Europäische Territoriale Zusammenarbeit

Die Europäische Territoriale Zusammenarbeit umfasst drei verschiedene Förderbereiche:

1. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

a) Grenzüberschreitende Zusammenarbeit INTERREG IV A Großregion

     Förderschwerpunkte:

  • Wirtschaft: Förderung und Steigerung der Konkurrenzfähigkeit der interregionalen 
                        Wirtschaft, Unterstützung von Innovation und Entwicklung des Arbeitsmarktes
  • Raum:        Verbesserung der Qualität des Lebensraumes, Verstärkung der Attraktivität 
                        der Gebiete und Schutz der Umwelt
  • Mensch:     Den Erwerb und die Verbreitung des Wissens entwickeln, das Kulturerbe 
                        aufwerten und die soziale Kohäsion stärken

Zu aktuellen Förderprojekten in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Großregion aus den
Fachbereichen Naturschutz, Wasserwirtschaft und Forsten finden Sie weitergehende Informationen unter:

  • Netzwerk der Naturparke
  • Projekt MS-Flow
  • Regiowood


b) Grenzüberschreitende Zusammenarbeit INTERREG IV A Oberrhein

     Förderschwerpunkte:

  • Die ökonomischen Potentiale des Oberrheins gemeinsam nutzen
  • Der Oberrheinraum: Eine integrierte Bildungs-, Arbeits- und Wohnregion
  • Die Entwicklung des Oberrheins nachhaltig gestalten


c) Grenzüberschreitende Zusammenarbeit INTERREG IV A Euregio Maas-Rhein

     Förderschwerpunkte:

  • Verstärkung der Wirtschaftsstruktur, Wissensförderung, Innovation 
    und Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen
  • Natur und Umwelt, Energien, natürliche Ressourcen und Mobilität
  • Lebensqualität

Die Förderung liegt beim Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung.

Details zum Förderprogramm.

Allgemeine Informationen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit enthält der Bericht über den Stand und die mögliche Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (hier: 2006-2007)

2. Transnationale Zusammenarbeit / Interreg IV B

Bei der Ausrichtung der Transnationalen Zusammenarbeit Interreg IV B sind überwiegend Raumordnungsgesichtspunkte zu berücksichtigen. Für den Programmraum Nordwesteuropa in der Förderperiode 2007 - 2013 stehen insgesamt 355 Millionen Euro EU-Mittel für transnationale Projekte zur Verfügung.
Die Zusammenarbeit in zwischenstaatlichen Projekten soll der Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Zusammenhangs in Europa dienen und helfen, die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen zu stärken. Vorrangige Themen des neuen Programms sind "Innovation", Umwelt und Risikovorsorge", Erreichbarkeit" und "Stadt- und Regionalentwicklung". Voraussetzung für die Förderfähigkeit sind der transnationale Mehrwert, der innovative Charakter und greifbare Ergebnisse der eingereichten Projektanträge. Gefördert werden diese INTERREG B-Projekte mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unter dem "Ziel 3/Europäische Territoriale Zusammenarbeit". Anträge auf Förderung können insbesondere von Gebietskörperschaften, Universitäten, Forschungsinstituten und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eingereicht werden. Zuständig für die Programmbegleitung in Rheinland-Pfalz ist die oberste Landesplanungsbehörde im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur.

Weitere Informationen hier oder können über die oberste Landesplanungsbehörde Rheinland-Pfalz im Innenministerium bezogen werden.

Im aktuellen Programm ist das MUVF derzeit mit zwei Projekten beteiligt. Im Bereich der Wasserwirtschaftsverwaltung sind wir mit dem Reserveraum Hördt Partner des Projektes "Alpha", dass in den Flusseinzugsgebieten in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritanien und den Niederlanden neue Kapazitäten für die Wasserspeicherung oder die Abfederung von Wasserspitzen schaffen wird. Im zweiten Projekt beteiligt sich der Landesbetrieb Landesforsten mit weiteren 20 Partnern aus fünf Ländern im Rahmen einer transnationalen Zusammenarbeit bei dem Projekt "ForeStClim". Das Forschungsprojekt beschäftigt sich hierbei mit der Entwicklung und Ableitung regionenbezogenen Waldbewirtschaftstungs- und Waldschutzstrategien im Hinblick auf künftig zu erwartende klimatische Bedingungen.

Weiterführende Detailinformationen zu den Projekten Alpha bzw. Forest Clim. 

3. Interregionale Zusammenarbeit/Interreg IV C

Das Interreg IV C Programm fördert die interregionale Kooperation regionaler und lokaler Akteure bei der Verbesserung der Effektivität von regionalpolitischen Maßnahmen, vor allem in den Bereichen Innovation, wissensbasierte Wirtschaft, Umwelt und Risikoprävention. Aus diesem Programm können auch Projekte von Partnern aus dem "Vierernetzwerk" Rheinland-Pfalz, Burgund, Oppeln und Mittelböhmen gefördert werden.
Das Operationelle Programm nennt zwei Schwerpunkte:

  • Innovation und wissensbasierte Wirtschaft
  • Umwelt und Katastrophenschutz: hier besonders zu erwähnen dieThemenbereiche Energie,
    natürliche Lebensvielfalt, Wasser und  Abfallmanagement

Ansprechpartner ist das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur. Nähere Informationen hierzu.

  

EU Förderprogramme Life +

Life+ ist ein europäisches Finanzierungsinstrument für die Umwelt für den Zeitraum vom 01. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2013. Die Rechtsgrundlage für LIFE+ bildet die Verordnung (EG) Nr. 614/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Mai 2007, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L 149 vom 09. Juni 2007.Das Förderprogramm ist gerichtet auf Umweltprojekte mit europäischem Mehrwert. Es soll insbesondere zur Umsetzung der europäischen Umweltpolitik und des Umweltrechts beitragen.  Die EU-Kofinanzierung beträgt maximal 50% der zuschussfähigen Kosten. Bei Projekten zum Thema "Natur und biologische Vielfalt" kann sogar ein Höchstsatz von 75% bezuschusst werden.Die Anträge sind beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten einzureichen. Das Ministerium ist antragsaufnehmende, antragsprüfende und antragsweiterleitende Stelle. Die Entscheidung über den Erfolg oder Nichterfolg eines Antrages liegt bei der Kommission.Die Vorschläge sind auf besonderen Antragsformularen abzufassen. Diese Formulare und der Antragsleitfaden mit detaillierten Erläuterungen zur Zuschussfähigkeit und den Verfahren sind auf der Website der Kommission unter ec.europa.eu/environment/life/funding/lifeplus.htm erhältlich.Weitere Hilfestellung bietet die Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Lesen Sie hier.

Die Europäische Kommission hat am 13. März 2012 im Amtsblatt der Europäischen Kommission 
(C 74/11) den sechsten Life+ Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen 2012 veröffentlicht.

Bei Life+ handelt es sich um das einzige Förderinstrument der Europäischen Kommission, das aussschließlich Umweltschutzbelange unterstützt. Innerhalb des Programms werden Projekte gefördert, die sowohl im Bereich des Naturschutzes angesiedelt sind, als auch der Erhaltung der ökologischen Vielfalt in den Mitgliedstaaten dienen sollen.

Das Förderspektrum von LIFE+ gliedert sich in drei Programmbereiche:

  • LIFE+ Natur und Biologische Vielfalt
  • LIFE+ Umweltpolitik und Verwaltungspraxis
  • LIFE+ Information und Kommunikation

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Frist für die Einreichung von Förderanträge ( LIFE+ Umweltpolitik und Verwaltungspraxis, Information und Kommunikation ) 2012 beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten wird am 26. September 2012 ablaufen.

Förderprojekte call 2008