Weniger leistungsfähige Landrassen haben an Bedeutung verloren, sind zahlenmäßig stark geschrumpft, zum Teil ausgestorben oder in ihrer Existenz bedroht.
Der Markt verlangt fortgesetzt Partien möglichst uniformer Produkte mit eng definierten Qualitätskriterien zu immer niedrigeren Preisen. Dadurch wird es immer schwieriger, sich mit kleinen Partien von regionalen Nischenprodukten am Markt zu behaupten. Auch diese Entwicklung forciert die Tendenz, dass immer mehr Nutztierrassen vom Aussterben bedroht sind. Der mit dem Aussterben möglicherweise verbundene unwiederbringliche Verlust von Allelen reduziert die genetische Vielfalt und führt zum Verlust wertvoller genetisch fixierter Eigenschaften.
Die Haltung alter Rassen als „genetische Ressource für die Zukunft“ ist zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden.
Maßnahmen des Landes Rheinland-Pfalz zur Erhaltung genetischer Ressourcen
Seit 1985 wird zur Erhaltung genetischer Ressourcen in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft die heimische Rinderrasse Glanrind gefördert. Das Land gleicht dadurch die wirtschaftlichen Nachteile aufgrund der besonderen Bewirtschaftungsanforderungen und der geringeren Leistungen, die bei der Zucht und Haltung des gefährdeten Glanrindes entstehen, aus.
Mehr zur Förderung der Erhaltung der genetischen Ressourcen erfahren Sie beim nebenstehendem Portal „Förderung und Qualität“.
Möchten Sie weitere Informationen zur biologischen Vielfalt in Rheinland-Pfalz erhalten, empfehlen wir Ihnen, die Webpräsenz zur Biodiversitätsstrategie in Rheinland-Pfalz zu besuchen.

