
Maßnahmen, Ergebnisse
Das Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht betreibt im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten zur Kontrolle der Luftqualität ein Zentrales Immissionsmeßnetz (ZIMEN) das zur Zeit 32 Meßstationen umfaßt, an denen verschiedene Luftschadstoffe und Wetterdaten fortlaufend ermittelt und aufgezeichnet werden.
Die Ergebnisse der langjährigen Meßreihen bestätigen den Erfolg der Anstrengungen zur Luftreinhaltung in vielen Bereichen: Die Verläufe der Jahresmittelwerte der maßgeblichen Luftverunreinigungen zeigen im allgemeinen nach unten. Dies wird nachfolgend anhand der Daten von zwei typischen Stadtstationen in Ludwigshafen und Mainz in und zwei typischen Waldstationen in der Westpfalz und im Westerwald gezeigt:
Jahresmittelwerte SO2 Ludwigshafen, Mainz, Westpfalz, Westerwald

Die Schwefeldioxidbelastung ist vor allem nach Einführung der Rauchgasreinigung in den Kraftwerken seit Mitte der 80er Jahre in den Ballungsräumen deutlich gesunken. Aber auch die großflächige Hintergrundbelastung ist zurückgegangen.
Jahresmittelwerte NO2 Ludwigshafen, Mainz, Westpfalz, Westerwald

Beim Stickstoffdioxid ist bis Mitte der 80er Jahre ein Anstieg zu beobachten, der sowohl dem Anstieg der Energieerzeugung, dem wachsenden Straßenverkehr als auch der Entwicklung höher verdichteter Motoren zuzuschreiben ist. Seit etwa 1990 machen sich die Entstickung der Großfeuerungsanlagen und die Verbreitung der schadstoffarmen Kraftfahrzeuge bemerkbar. Sie führen vor allem in den Städten zu einer stetigen Abnahme dieses Schadstoffes.
Jahresmittelwerte Schwebstaub

Jahresmittelwerte Ozon Ludwigshafen, Mainz, Westpfalz, Westerwald

Beim Ozon machen sich vor allem Witterungseinflüsse bemerkbar, sodaß die Interpretation des langjährigen Trends unter Vorbehalt steht. Dennoch kann festgestellt werden, daß der im ländlichen Raum bis etwa 1990/1991 beobachtete Anstieg der Ozonbelastung seither zum Stillstand gekommen ist und sich ein allmählicher Rückgang abzeichnet. Dieser dürfte, ebenso wie beim Stickstoffdioxid, auf die Reduzierung der Emissionen aus dem Straßenverkehr, den Kraftwerken und Industrieanlagen zurückzuführen sein.
