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Naturschutzgroßprojekt Bienwald


© IUS Kandel

Das rund 18.000 Hektar große Projektgebiet liegt in der einmaligen Schwemmfächerlandschaft zwischen Pfälzerwald und Rheinauen an der Grenze zu Frankreich. In dem größten zusammenhängenden Waldgebiet der oberrheinischen Tiefebene finden sich die letzten urständigen Bachauenwälder Süddeutschlands. Das reiche Mosaik verschiedenster Biotoptypen von trockenen Dünen bis hin zu nassen Bruchwäldern macht den Bienwald und die im Norden und Süden gelegenen grünlandgeprägten Talniederungen zu einer aus naturschutzfachlicher Sicht besonders bedeutsamen Landschaft. Das Gebiet ist Lebensraum für eine Vielzahl von landes- und bundesweit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten und spielt beim Aufbau des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 eine zentrale Rolle.

 

Ziel des Projektes ist der Schutz, der weitere Biotopverbund und die spezifische Pflege und Entwicklung der charakteristischen Biotoptypen. Wesentliche Aspekte sind neben der Einrichtung von Naturwaldflächen, die beispielhafte ökologische Waldentwicklung, die naturnahe Gewässerentwicklung und die extensive Grünlandbewirtschaftung.


© IUS Kandel

Wichtige Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg des Projektes und einen dauerhaften Gewinn für den Arten- und Biotopschutz ist eine breite Akzeptanz der Bevölkerung und eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Naturnutzern. Deshalb setzt das Projekt auf dem überwiegenden Teil der Fläche auf das Prinzip ?Naturschutz durch Nutzung? und versucht, die Synergieeffekte zwischen Naturschutz und weiteren Interessengruppen gezielt zu fördern.

In dem aus zwei Phasen bestehenden Projekt wird zunächst bis Mitte 2007 unter Einbeziehung der Bevölkerung ein detaillierter Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet. Auf dieser Grundlage können dann in weiteren acht bis zehn Jahren umfangreiche Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden.