Margit Conrad: Roter Weinbergspfirsich an der Mosel ist Bereicherung für Landschaft und Küche
Umweltministerin Margit Conrad hat zu dem neuen Buch ?Rund um den Weinbergspfirsich ? Kochen und Backen mit der Moselfrucht? ein Rezept für Chutney aus Weinbergspfirsichen zum Ziegenkäse beigesteuert. Gemeinsam mit den Herausgebern Heike Raab, Frederik Eiden und Lars Eiden stellte sie den Band vor.

Pressemeldung zur Buchvorstellung am 20.03.2007 mit Umweltministerin Conrad
?Die Wiederentdeckung des Roten Weinbergspfirsichs ist ein Glücksfall für die Moselregion und ihre Menschen?, sagte Ministerin Conrad. ?Vor knapp 10 Jahren suchten Weingüter und Brennereien nach pfiffigen Ideen, was mit aufgegebenen Weinbergsflächen an den Moselhängen geschehen könnte. Sie besannen sich auf eine alte Kulturpflanze: Der Weinbergspfirsich war früher an der Mosel weit verbreitet. Die Landesregierung sagte Unterstützung zu: Das war die Geburtsstunde des Erprobungsprojektes ?Der Rote Weinbergspfirsich?.
Die Renaissance der köstlichen Frucht war nicht aufzuhalten.?
Der neue 120-Seiten-Band mit vielen schönen Fotos macht Appetit auf den schmackhaften Pfirsich, der in vielerlei Formen auf den Tisch kommt - als Weinbergspfirsichmarmelade oder als Eis. Traditionell der Obstkuchen mit Weinbergspfirsich, exotisch die Weinbergspfirsichsuppe mit Garnelen oder Pute auf einem Pfirsich-Ingwer-Bett. Phantasievoll das Ricotta-Pfirsichtürmchen und prickelnd die Weinbergspfirsichbowle oder der Kir Mosel.
Das Koch- und Backbuch zeigt, welche kulinarischen Möglichkeiten in der Frucht mit dem grauen Pelz und ihrem roten Fruchtfleisch stecken. Umweltministerin Conrad lobte die Rezept-Vielfalt: ?Hier wird regionale Küche aufs beste präsentiert. Der Herausgeberin ist es gelungen, Menschen und Natur auf informative, sinnliche und genussvolle Weise zusammenzuführen.?
Den Rezepten vorangestellt sind umfangreiche Sachinformationen zum Baum, zur Frucht, zu Geschichte des Roten Weinbergpfirsich, seiner Verbreitung, Pflanzung, Pflege und Bewirtschaftung. Die enge Verknüpfung der Frucht mit der Moselregion ist interessant und liebevoll beschrieben.
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten fördert seit 1999 die Anpflanzung des Roten Weinbergspfirsichs an der Mosel. Im gleichnamigen Erprobungsprojekt wurden in den vergangenen 5 Jahren 5.000 Bäume gepflanzt. . Insgesamt wurden rund 150.000 Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss des Projekts erfolgt Unterstützung durch das Förderprogramm Agrar-Umwelt-Landschaft (PAULa). Vor Ort wird so ein Beitrag zur Erhaltung des typischen Landschaftsbildes geleistet, Moselhänge werden offen gehalten und Lebensraum für Tier und Pflanzen wird bewahrt.
Conrad: ?Der Rote Weinbergspfirsich ist ein gutes Beispiel, wie Naturschutz durch Nutzung wirkt. Es wird deutlich, dass Ökonomie und Ökologie in nachhaltigen Bewirtschaftungsformen vereinbar sind. Nachhaltigkeit wird konkret in der Region umgesetzt, erlebbar und begreifbar gemacht. Neben aussichtsreichen Vermarktungsmöglichkeiten bedeutet die Freihaltung der Terrassenanlagen auch den Erhalt von Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten wie die Smaragdeidechse oder der Trockenrasen, die in mit Büschen überwachsenem Gelände nicht existieren können. Es ist eine Situation, von der alle Beteiligten, Weinbau, Gastronomie, Tourismus, Kommunen und Naturschutz profitieren.?
?Rund um den Weinbergspfirsich ? Kochen und Backen mit der Moselfrucht?, Herausgeberin Heike Raab, 16,90 Euro; Bestellungen: Telefon 02671-603838 oder Mail: cochem(at)heike-raab.de

