
Ob sich der neue Trend aus Amerika durchsetzen wird, Weihnachtsbäume mit der Spitze nach unten ins Zimmer zu hängen und zu schmücken, ist ungewiss.
Sicher ist dagegen, dass Weihnachtsbäume umso mehr Freude machen je frischer sie geschlagen werden.
Rund 30 Prozent der im Land verkauften Weihnachtsbäume stammen aus Rheinland-Pfalz. Über 40.000 davon werden zum Fest verkauft.
Die Initiative ""Rheinland-Pfälzischer Weihnachtsbaum"" des Waldbesitzerverbandes Rheinland-Pfalz setzt sich für Qualität ein: das heißt, dass die Bäume erst kurz vor dem Kauf geschlagen werden und deshalb nicht vorzeitig nadeln. Weihnachtsbäume werden grundsätzlich auf speziellen Weihnachtsbaumkulturen gezogen. Viele Importbäume dagegen warten wochenlang in Kühlräumen aufs Fest.
Gefeiert wird am liebsten mit Blaufichten und Fichten, mit Nordmannstannen, Omorika und Nobilis. Aber auch Kiefern, Schwarzkiefern und Douglasien sind begehrt.
Die Preise betragen beim Kauf direkt ab Wald bei Landesforsten für den Endverbraucher je Laufmeter von fünf Euro (Fichte) bis 20 Euro (Nobilis).
Großabnehmer zahlen drei bis sieben Euro pro Meter.
Zwar ist die wirtschaftliche Bedeutung der Weihnachtsbäume insgesamt relativ gering, für einzelne Waldbesitzer, die im Festtagsgeschäft sind, kann sie aber erheblich sein. Wesentlich bedeutender als der Weihnachtsbaumverkauf ist der Verkauf von Schmuckreisig, das für rund zwei Euro pro Kilo zu haben ist. Schmuckreisig, das zum Beispiel auch für Gräber verwendet wird, ist in jedem Monat ein Geschäft "" und es lässt sich über Jahre von den Bäumen ernten.
Anlage und Erhalt von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen sind mit einem hohen Aufwand verbunden. Die Bäume müssen gepflanzt und der Wald muss jahrelang gepflegt werden. Zäune schützen vor Wildverbiss. Ernte und Vertrieb ist personalintensiv.
Viele rheinland-pfälzische Forstämter bieten jetzt Weihnachtsbäume an.
Interessenten fragen beim örtlich zuständigen Forstamt nach oder informieren sich im Internet unter www.treffpunktwald.de Wald im Veranstaltungskalender. Oft kann der Ausflug in den Wald mit weiteren Angeboten des Forstamtes wie Glühwein- oder Wildverkauf verbunden werden.
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