
Mit einem barrierefreien Naturerlebnispfad rund um den Eiswoog soll der See und sein Umfeld auch für Behinderte zugänglich gemacht werden. Umweltministerin Margit Conrad nahm heute am Seehaus Forelle bei Ramsen den ersten Spatenstich für das Projekt vor. Das Projekt kam auf Initiative von Umweltministerin Conrad zustande, nachdem die Idee dazu während einer Wanderung der Ministerin im Donnersbergkreis von Bürgerinnen und Bürgern im April letzten Jahres geäußert worden war.
""Die Landesregierung unternimmt große Anstrengungen, um die Chancen und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verbessern,"" so Conrad. ""Hier am Eiswoog geht es konkret um eine Verzahnung von Naturschutz, Umweltbildung, Naherholung, Tourismus und Gastronomie. All dies soll unter dem Aspekt eines barrierefreien Zugangs erfolgen, also eines Zugangs auch für behinderte Menschen.""
Das gut ausgebaute Wegesystem soll nach Worten der Ministerin in verschiedenen Abstufungen barrierefrei ausgebaut werden. Ergänzt wird es durch eine behindergerechte Beschilderung, die z.B. Blinden und Sehbehinderten den See und die Landschaft erläutert und erlebbar macht. Sinnliche Eindrücke kann dieser Personenkreis, aber z. B. auch Rollstuhlfahrer, an speziellen Uferstegen und Holzplattformen gewinnen.
Conrad: ""Dabei werden wir das Prinzip der lokalen nachhaltigen Entwicklung durch Verwendung von Materialien aus der Region des Pfälzer Waldes (z. B. Eichenholz für die Stege und die Plattform) einhalten. Selbstverständlich wird für uns auch die Einbindung von Behindertenwerkstätten in der Region sein, wie beispielsweise bei der Vorfertigung von Holzbohlen.""
Von den Baukosten von insgesamt 110.000 Euro übernimmt das Land Rheinland-Pfalz 90.000 Euro. Teil des Projektes ist, die wertvollen Biotope in Abschnitten des Ufer- und den Quellbereichen im hinteren Teil des See""s zu erweitern und zu schützen. Gleichzeit soll die bisherige Nutzung des See""s und seines Umfeldes für Badebesucher und Naherholung gerade für Menschen mit Handicaps gewährleistet bleiben.
Die Umsetzung des Projekts wurde in enger Abstimmung mit dem Naturpark Pfälzer Wald, der auch die Trägerschaft übernimmt, sowie der Kreisverwaltung Donnersberg entwickelt. Das Vorhaben wird in zwei Bauabschnitten verwirklicht. Jeder Abschnitt ist so konzipiert, dass er in sich abgeschlossen seine naturschutzfachliche Funktion voll erfüllt. Im ersten Bauabschnitt sollen Maßnahmen im vorderen Bereich des See""s, realisiert und die Uferbereiche über Wege und Stege behindertengerecht erschlossen werden.
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