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15.12.2006 | Bundesrat: Rheinland-Pfalz will Folsäure-Versorgung sichern

Bundesrat

Ministerin Margit Conrad und Ministerin Malu Dreyer:

""Folsäure-Versorgung sicher stellen, um schwere Fehlbildungen bei Säuglingen zu verhindern""

 

Als ein wichtiges Signal zur Verbesserung der Folsäureversorgung der Bevölkerung werten es die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad und Gesundheitsministerin Malu Dreyer, dass der Bundesrat die Folsäure-Initative von Rheinland-Pfalz grundsätzlich unterstützt. Darin wird die Bundesregierung zu einer gezielten Aufklärungs- und Informationskampagne aufgefordert, zu konsequentem Monitoring und zu Verhandlungen über die Kostenübernahme für eine frühzeitige Folsäureprophylaxe durch die Krankenkassen.

 

""Folsäure ist ein lebenswichtiges Vitamin, das vor allem den Schwangerschaftsver-lauf positiv beeinflusst und frühe Fehlgeburten sowie Neuralrohrdefekte, so genannte ""offene Rücken"", vermeiden hilft"", stellen Conrad und Dreyer fest. ""Wir brauchen ein abgestimmtes Vorgehen, um die gravierenden gesundheitlichen und sozialen Folgen einer Unterversorgung zu mildern.""

 

Für die Entwicklung eines gesunden Kindes im Mutterleib ist Folsäure unentbehrlich. Folsäuremangel bei Frauen zu Beginn und während der Schwangerschaft kann Ursache von schweren Fehlbildungen bei Neugeborenen aus dem Kreis der Spina-bifida-Erkrankungen sein. Daher sollten alle Frauen im gebärfähigen Alter, bei denen ein Kinderwunsch besteht, schon prophylaktisch Folsäure einnehmen.

 

Rheinland-Pfalz bleibt bei seiner Auffassung, dass die Anreicherung eines Grundnahrungsmittels mit Folsäure eine unabdingbare Maßnahme für eine tatsächliche Verbesserung einer ausreichenden Folsäureversorgung der Bevölkerung darstellt, die auch einen Beitrag zur Senkung der Rate insbesondere von embryonalen Neuralrohrdefekten leistet. Die Ministerinnen verweisen auf die sehr guten Erfahrungen, die andere Länder mit der Anreicherung von Folsäure in Lebensmitteln gemacht haben. In Kanada konnten offene Neuralrohrdefekte um mehr als die Hälfte reduziert werden, auch in Chile, Ungarn und den USA gibt es sehr gute Erfolge.

 

Dabei sieht sich Rheinland-Pfalz durch die sehr positive Resonanz auf diese Initiative bei Spina bifida-Selbsthilfegruppen, bei Ärzteverbänden und auch durch die zustimmende Reaktion der Lebensmittelindustrie darin bestärkt, dieses Anliegen einer Anreicherung von Lebensmitteln mit Folsäure weiterhin mit Nachdruck zu verfolgen.

Eine aktuelle Stellungnahme der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterstützt die Anreicherung von Mehl mit Folsäure; die Risiken seien nach DGE ""vernachlässigbar gegenüber den zu erwartenden Vorteilen"". 

 

Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei
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