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21.02.2006 | Tierärzte Teil des Krisenmanagements

Geflügelpest: Die Tierärzte sind selbstverständlicher Teil des Krisenmanagements

""Rheinland-Pfalz ist auf die Einschleppung der Geflügelpest vorbereitet. Die Behauptung, eine zentrale Koordination gebe es nicht und die Kreisveterinäre seien im Ernstfall überfordert ist blanker Unsinn"", weist die Sprecherin des Umweltministeriums Aussagen von Bernd Alscher vom Berufsverband der praktizierenden Tierärzte zurück.


""Die Geflügelpest ist nicht die erste Tierseuche, mit der wir es zu tun haben. Rheinland-Pfalz besitzt große Erfahrungen im Management von Tierseuchen, das hat sich zum Beispiel im erfolgreichen Umgang mit BSE, Schweinepest oder der Tollwut gezeigt. Die Tierärzte stehen im Zentrum eines erfolgreichen Managements"", so die Sprecherin.


Bei diesen und anderen Tierseuchen seien bereits in der Vergangenheit niedergelassene Tierärzte von den zuständigen Behörden, den Kreisen und kreisfreien Städten, im Rahmen des Seuchengeschehens eingesetzt worden. Grundlage ist das Tierseuchengesetz des Bundes, das auch im Fall der Geflügelpest greift. ""Dem Einsatz der Tierärzte steht nichts entgegen."" Mit der Tierärztekammer des Landes  sei zudem eine Rahmenvereinbarung für den Einsatz von praktizierenden Tierärzten abgestimmt und dem Bundesverband zur Unterzeichnung zugeleitet worden. 

 

Diese regelt allerdings nicht den Einsatzplan, sondern lediglich die Vergütung.
Im Krisenfall sind die Tierärzte auf den unterschiedlichen Ebenen ganz selbstverständlich eingebunden. Im Landeskrisenzentrum, geleitet vom Ministerium für Umwelt und Forsten sind sowohl die Tierärztekammer wie auch örtliche Veterinäre Mitglieder.


Die Sprecherin weist auch die Behauptung zurück, es werde in den Kreisverwaltungen nur Dienst nach Vorschrift gemacht: ""Die zuständigen Kreisverwaltungen sind, wie das bisherige Management von Seuchen gezeigt hat, engagiert und von uns eingebunden.""


In Gesprächen mit Polizei und Feuerwehr sei nach dem Ausbruch der Seuche auf Rügen kurzfristig vereinbart worden, dass diese zu jeder Tageszeit und auch an den Wochenenden etwa beim Fund toter Vögel eng mit den verantwortlichen Veterinärbehörden zusammen arbeiten.


""Niemand muss sich allein gelassen fühlen. Bevor die Krise da ist, eine Krise herbeizureden, zeugt nicht von Verantwortungsbewusstsein.""



Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei
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