
Umweltministerin Margit Conrad hat dem Studierendenwerk Mainz für die Modernisierung der Mensa der Universität Mainz heute das Energie-Plus Gütesiegel verliehen. ""Diese Maßnahme ist ein Leuchtturmprojekt für Energieeffizienz, welches sich in kürzester Zeit rechnet. Mit dieser Investition wird der Energieverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß halbiert und ein wichtiger Betrag zur Ressourcenschonung geleistet"", lobte Conrad.
Zukünftig wird bei der Zentralmensa des Studierendenwerkes auf dem Campus der Universität Mainz jährlich 260.000 Euro an Energiekosten eingespart. Dies garantiert ein Energieeinsparcontracting, das zwischen dem Studierendenwerk und Hochtief Facility Management Energy vereinbart wurde. Die Laufzeit des Vertrages beträgt fünf Jahre. Dieses besondere Vertragsverhältnis zur nachhaltigen Energieeinsparung wird durch das Studierendenwerk in Höhe von etwa 1 Mio. Euro finanziert. Dafür erhält sie von der Hochtief Facility Management Energy eine durch Bankbürgschaft abgesicherte Garantie über die jährliche Energiekosteneinsparung.
""Am Anfang stand die Idee, durch eine eigene Dampfversorgung die Mensa energetisch günstiger zu betreiben. Nach ersten Analysen wurde aber schnell deutlich, dass erheblich größere Energieeinsparpotenziale realisiert werden können"" erläutert Helmut Klemm, Geschäftsführer des Studierendenwerkes.
Beim anschließenden Wettbewerbsverfahren im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat sich der Landesbetrieb Liegenschaften- und Baubetreuung des Landes Rheinland-Pfalz (LBB) sowie die vom Studierendenwerk beauftragte Kapitel Unternehmensberatung für Energiedienstleistungen für Hochtief Facility Management Energy als Contractor entschieden. Das Ausschreibungsverfahren hat von der ersten Konzeption bis zum Vertragsabschluss 10 Monate gedauert.
Der Contractor wird den garantierten Einsparerfolg durch unfassende Modernisierungsmaßnahmen erreichen, die während des laufenden Mensabetriebes umgesetzt wurden. Dazu gehört die Installation einer Eigendampferzeugung für den Koch- und Spülbetrieb, die Installation einer modernen Regelungs- und Gebäudeleittechnik sowie die Nachrüstung von Wärmerückgewinnungssystemen. Gleichzeitig wurden weitere Erneuerungen und Optimierungen in den Bereichen Lüftung, Heizung, Kälte, Wasser, Beleuchtung und die Einbindung eines Energiecontrollingsystems umgesetzt. Das gesamte Maßnahmenpaket wurde innerhalb von acht Monaten realisiert.
Seit dem 1. Januar 2006 befindet sich das Contractingprojekt in seiner Hauptleistungsphase. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die fünfjährige Vertragslaufzeit mit der Garantie der jährlichen Energiekosteneinsparung.
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