
Der Landesfischereiverband feiert sein 125-jähriges Bestehen. Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege hob auf der Festveranstaltung in der Stadthalle Speyer die Bedeutung des Verbandes, dem nicht nur Freizeitfischer, sondern auch Teichwirte, Pächter, Züchter, Berufsfischer sowie Einzelmitglieder angehören, für den Naturschutz hervor.
Staatssekretärin Kraege betonte, dass eine erfolgreiche Partnerschaft gute Rahmenbedingungen brauche: ""Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fischerei und den Fischartenschutz sind nicht nur sauberes Wasser, sondern auch ausgewogene ökologische Bedingungen. Rheinland-Pfalz hat deshalb in Abstimmung mit den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen auch einige Abschnitte des Rheins in Natura 2000-Gebiete einbezogen."" Teile der Mosel sowie Abschnitte von kleineren Gewässern wie z.B. der Lieser oder der Nette gehören, so Kraege, ebenfalls zum Schutzgebiet Natura 2000.
Die guten Rahmenbedingungen seien auch durch das neue Landesnaturschutzgesetz weiter verbessert worden. ""Das Gesetz stärkt das Ehrenamt und setzt auf die Kooperation mit den Vereinen, den Landnutzern und sonstigen für den Schutz von Natur und Landschaft engagierten Personen"", so die Staatssekretärin.
Wichtige Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Fischerei seien saubere Flüsse und Bäche. Hier habe sich in den vergangenen Jahrzehnten Beachtliches getan: ""Alleine die rheinland-pfälzischen Kommunen haben in den vergangenen 30 Jahren für die Abwasserbeseitigung 6 Milliarden Euro aufgebracht. Die Industrie- und Gewerbebetriebe haben Investitionen nochmals in der gleichen Größenordnung getätigt." Die Investitionen haben sich gelohnt: die Wasserqualität im Lande sei fast überall wieder "gut" oder "sehr gut".
"Wir haben aber auch erkennen müssen, dass wir nicht nur sauberes Wasser, sondern auch naturnahe Strukturen an Gewässern und Auen brauchen. Zur Förderung der natürlichen Fischvermehrung müssen daher natürliche Fließwasserstrecken er-halten bleiben. Des weiteren muss bei der Nutzung von Wasser eine ausreichende Mindestwasserführung sowie die Durchgängigkeit im Gewässer sichergestellt sein, damit unsere Gewässer wird voll funktionsfähig sind und Fauna und Flora eine gesi-cherte Überlebenschance haben"", so die Umweltstaatssekretärin weiter.
"Ein wichtiger Bestandteil guter Rahmenbedingungen für unsere Partnerschaft ist die Aktion Blau", hob Kraege hervor. Derzeit seien landesweit an rund 4000 Kilometern Gewässer über 500 Renaturierungsmaßnahmen und 250 Gewässerpflegepläne umgesetzt oder in Arbeit. Ein Schwerpunkt sei dabei die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer. Das Land investiert im Rahmen der Aktion Blau jährlich rund 7 Millionen Euro. ""Die Förderkulisse für diese Maßnahmen wurde erheblich verbessert und der maximale Fördersatz von Umweltministerin Conrad vor wenigen Monaten auf bis zu 90 Prozent heraufgesetzt."" Hiervon profitiere auch das besonders erfolgreich verlaufende Wiedereinbürgerungs-Programm für den Lachs bzw. generell die Verbesserung der Durchgängigkeit in den Gewässern. ""Von den in Rheinland-Pfalz landesweit existierenden 800 Bachpatenschaften wurden allein 256, das sind rund ein Drittel, mit Fischereivereinen abgeschlossen. Die Fischereivereine stellen damit die stärkste Gruppe innerhalb der Bachpaten,"" lobte die Staatssekretärin.
Den Verbänden und Vereinen komme aber auch eine wichtige soziale Rolle bei den gesellschaftlichen Funktionen zu, denn mit der ehrenamtlichen und uneigennützig geleisteten Arbeit werde ein bedeutsamer Dienst für die Gemeinschaft geleistet.
Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei
Kaiser-Friedrich-Str. 1
55116 Mainz
Telefon: 06131-164645
Telefax: 06131/164649
e-mail: presse@mufv.rlp.de
