
""Die Verabschiedung der Bali-Roadmap ist ein Kompromiss. Aber es ist ein großer Schritt für die Staatengemeinschaft, wenn man sich die unterschiedliche Interessen- und Debattenlage vor und während der Konferenz anschaut. Es ist ein wichtiger Schritt nach vorne - auch aus Sicht Deutschlands und der europäischen Union - auch wenn er kleiner ausgefallen ist, als wir uns dass gewünscht hätten", stellt Umweltministerin Margit Conrad nach ihrer Rückkehr von der Weltklimakonferenz auf Bali fest. Das große Treffen von fast 190 Ländern ist am Wochenende nach einer dramatischen und außergewöhnlich langen Endverhandlung zu Ende gegangen. Umweltministerin Conrad gehörte der deutschen Delegation an.
""Es gibt ein klares Verhandlungsmandat, die Verhandlungen beginnen zügig, ein Zeitplan wurde verbindlich beschlossen. Ziele für die Verhandlungen sind enthalten, wenn auch mit Verweis auf den Bericht des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderung (IPCC)"", so Umweltministerin Conrad. ""Alle sind ""dabei"", die USA, aber auch die Schwellen- und Entwicklungsländer, die so genannten Kyotounter-zeichnerstaaten und die Nicht-Kyotostaaten.""
Ein wichtiger Baustein zum Erfolg war nach Worten der Ministerin die klare, vor allem von Deutschland und der Europäischen Union formulierte Botschaft, Armutsbekämpfung, soziale und wirtschaftliche Entwicklung gehen mit Klimaschutz einher und sind keine Gegensätze.
Auch die Tatsache, dass Deutschland als Industrienation ebenso wie die Europäische Union eine Vorreiterrolle für die CO2-Reduktion bis zum Jahre 2020 übernommen hat, habe mit dazu beigetragen, dieses Verhandlungsergebnis zu ermöglichen.
Conrad: ""Es ist ebenfalls ein Fortschritt, dass erstmals ein erleichterter Zugang zu modernen klimaverträglichen Energietechnologien für die Entwicklungsländer gefördert werden soll und der Schutz der für das Weltklima wichtigen Regenwälder in das Arbeitsprogramm aufgenommen wurde. Eine ""Forest-Carbon-Partnership"" wurde vereinbart ebenso wie die Finanzierung von Pilotprojekten noch vor dem Jahre 2012 über Weltbankfonds.
Sie erwarte, so die Umweltministerin, dass die Verhandlungen in den zwei Jahren nicht einfach werden. ""Bali war bereits eine Kraftanstrengung, aber letztendlich sind wir alle zum Erfolg verurteilt.""
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