
Die regenerativen Energien sind Schlüssel zur Versorgungssicherheit mit Energie, zum Klimaschutz und für die regionale Wertschöpfung. Dies hat die für Energie zuständige Ministerin Margit Conrad zur Eröffnung der 2. Aktionswoche ""Heizen mit Holz und Sonne"" (27. Februar bis 4. März) im Haus der Nachhaltigkeit festgestellt.
""Der Energiebedarf im Gebäudebereich macht noch fast die Hälfte des Gesamtbedarfes in Rheinland-Pfalz aus"", sagte Conrad. ""Solarenergie und die energetische Holznutzung sind besonders wirksam, wenn zuvor die Energieeinsparpotentiale erschlossen werden. In Gebäuden mit fortschrittlichem Wärmeschutz verbessert sich damit das Kosten-Nutzen-Verhältnis erheblich."" Um private und gewerbliche Eigentümer für das Energiesparen und die Nutzung von Effizienztechniken und Erneuerbare Energien zu gewinnen, setze die Landesregierung auf ein Bündel von Maßnahmen mit dem Ziel, Qualität und Dynamik maßgeblich zu steigern.
Umweltministerin Conrad dankte allen, die sich im Rahmen der Aktionswoche inmitten des waldreichen Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen ebenfalls für diese Ziele engagieren. Die Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Projekts ""Zero-Emission-Village im Landkreis Kaiserslautern"" gemeinsam von der Kreisverwaltung Kaiserslautern, der Handwerkskammer der Pfalz, Landesforsten Rheinland-Pfalz und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement durchgeführt. Dazu gehört auch eine zweitägige Messe (3./4. März), bei der rund 30 Aussteller sowohl die gängige Anlagentechnik als auch Marktneuheiten aus dem Bereich der Nutzung von Holz- und Sonnenenergie vorstellen.
""Für die Nutzung der erneuerbaren Energien gibt es im Landkreis Kaiserslautern und in der Region Westpfalz ein exzellentes Potenzial"", sagte Conrad und nannte als Beispiel die die Photovoltaik-Anlage im Gewerbepark Sembach.
Mit 20.000 Solarmodulen können dort rund 4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und damit 15.000 Haushalte versorgt werden. Neben Großanlagen auf dem ehemaligen Flughafen Sembach und einigen Deponiestandorten, wie beispielsweise Siegelbach, werden zunehmend Dachflächen für Photovoltaik genutzt. Im Sommer wird heißes Wasser von der Sonne bereitgestellt. Mit solar erzeugter Wärme und Adsorptionskältemaschinen ist auch die Kühlung von Gebäuden möglich.
Beim Holz setzt das Land auf eine nachhaltige ökologisch ausgerichtete Waldbewirtschaftung in Verbindung mit einer verstärkten Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz als Baustoff, aber auch für energetische Zwecke.
Die Verwertung des Holzes etwa als Bauholz hat Vorrang vor der energetischen Nutzung. Die Holzbereitstellung ist in den letzten Jahren deutlich forciert worden. Insbesondere der Bereich des Brennholzes ist mengenmäßig von 2002 mit rund 250.000 Festmeter auf 2006 mit rund 700.000 Festmeter sehr stark angestiegen.
Durch die Verbrennung von Holz aus heimischer Forstwirtschaft anstatt Heizöl werden große Mengen von importiertem Rohöl eingespart.
Holzhackschnitzel sind prädestiniert für Anlagen mit einer größeren Nennwärmeleistung. Am besten geeignet für diese Holzenergie sind öffentliche Gebäude im ländlichen Raum wie Schulen und Behördenzentren.
""Versorgungssicherheit beruht auf einem Energiemix"", sagte Umweltministerin Conrad, ""die Kombination von Holz und Photovoltaik oder Solarkollektoren ist hier attraktiv und zukunftsweisend.""
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