
In Frankweiler bei Landau hat Umweltministerin Margit Conrad am Nachmittag die Brennsaison 2007 des Verbandes der Pfälzer Klein- und Obstbrenner e.V. eröffnet. In dem Verband sind rund 400 pfälzische Obstbrenner organisiert, die beruflich oder privat Edelbrände produzieren. Neben seiner Hauptaufgabe als Direktvermarkter der Produkte spielt der Verband mit seinen Mitgliedern auch im Naturschutz und in der Landschaftspflege eine wichtige Rolle. So sichern die Brenner die Verwertung der Früchte von Streuobstwiesen, die auf dem frischen Tafelobstmarkt nicht abgesetzt werden können.
Umweltministerin Margit Conrad: ""Die vielen Klein- und Obstbrenner leisten einen wertvollen Beitrag zur Bewirtschaftung und Erhaltung unserer Streuobstbestände. Sie entsaften das Streuobst zu Fruchtsäften und Schnäpsen. Auf den Streuobstwiesen schaffen sie Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten"".
Der Verband der Pfälzer Klein- und Obstbrenner vertritt die Interessen eines Großteils der in Rheinland-Pfalz ansässigen Brennereien. Dabei handelt es sich um rund 140 Verschlussbrennereien (vom Zoll überwachte Brennereien), zirka 1.300 Abfindungsbrennereien (Versteuerung nach Obstmenge) und mehr als 1000 so genannte Stoffbesitzer (pauschale Versteuerung von maximal 50 Liter). ""Mit einer jährlichen Menge von rund 800.000 Liter Agraralkohol"", so die Umweltministerin, ""ist die Brennereiwirtschaft in Rheinland-Pfalz ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor.""
In Rheinland-Pfalz werden derzeit mit dem Vertragsnaturschutzprogramm ""Streuobstwiesen"" rund 1.400 Hektar gefördert. Das Programm mit mehr als 1300 Teilnehmern wird vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium mit jährlich 500.000 Euro unterstützt.
Die Ministerin betonte gleichzeitig den positiven Einfluss der Streuobstwiesen auf das Landschaftsbild. ""Die Streuobstgebiete zählen zu den vielgestaltigsten Kulturlandschaften und haben eine starke ökologische, ökonomische und touristische Bedeutung. Die vielen Obst- und Kleinbauern des Verbandes praktizierten deshalb in beispielhafter Form ""Naturschutz durch Nutzung"".
""Die Arbeit der Landwirte"", so die Ministerin, ""ist ein eindrucksvoller Beleg für eine Landschaftspflege, die unserem Ökosystem ebenso wie den Menschen "" und das sogar in hochprozentiger Form - zugute kommt"".
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