
Rheinland-Pfalz setzt sich für eine europaweite Stärkung des Tierschutzes bei Tiertransporten ein. Umweltministerin Margit Conrad fordert in einem in der morgigen Bundesratssitzung zur Abstimmung stehenden Entschließungsantrag die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für konkrete Verbesserungen einzusetzen. Dazu solle die anstehende Novellierung der EU-Tierschutztransportverordnung genutzt werden.
Auch der Einsatz von elektrischen ""Treibhilfen"", bei denen die Tiere durch Strom-chläge vorangetrieben werden, soll nach Auffassung von Rheinland-Pfalz stärker durch EU- und nationales Recht beschränkt werden. Bisher fehlt im EU-Recht eine Festlegung der zulässigen Höchststromstärke. Zu hohe Stromstärken können zu erheblichen Leiden, Schmerzen oder Schäden führen. Deshalb sei unter Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Bauartzulassung oder Typprüfung für elektrische Treibhilfen vorzusehen. So soll sicher gestellt werden, dass nur geeignete Geräte eingesetzt werden können.
Kälber sollen erst ab dem Alter von mindestens 14 Tagen transportiert werden dürfen. Ministerin Conrad: ""Wir brauchen hier eine einheitliche Regelung, weil zwischen EU-Staaten unter bestimmten Voraussetzungen schon Jungtiere ab einem Alter von 10 Tagen transportiert werden dürfen. Das ist auch tiermedizinisch zweifelhaft.""
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