
Strom: Versorgungssicherheit
Als unbegründet hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad Warnungen von RWE-Chef Jürgen Großmann vor Stromengpässen im Sommer bezeichnet. ""Die wichtigste Herausforderung besteht darin, von Brennstoffimporten unabhängiger zu werden. Nur so sichern wir langfristig die Versorgung"", sagte Conrad.
Grundsätzlich gilt, dass durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien vor Ort sowie der Kraft-Wärme-Kopplung und damit Schaffung einer dezentralen Erzeugungsstruktur der Bedarf zum Ausbau der (deutschlandweiten) Transportnetze eher verringert wird. Allerdings müssen mit der Entwicklung der dezentralen Versorgungsstruktur flächendeckend die Netze angepasst werden "" auch auf der Regional- und Verteilebene.
Für die Versorgungssicherheit brauchen wir aber auch die Erneuerung des vorhandenen Kraftwerksparks. Dabei kommt der räumlichen Verteilung der Kraftwerksstandorte für die Netzkapazität und ""auslastung und damit Versorgungssicherheit eine große Bedeutung zu.
Die geplanten Offshore-Windkraftanlagen mögen eine Kapazitätsanpassung der Transportnetze von Norddeutschland nach Süddeutschland begründen. Allerdings werden sie auch deswegen gebraucht werden, weil in Küstennähe neue Kraftwerke auf fossiler Basis geplant sind. Diese lehnen wir ab, weil sie als Kondensationskraftwerke, das heißt ohne Kraft-Wärme-Kopplung realisiert werden sollen und damit wenig effizient sind.
Mit dem zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie der Kraft-Wärme-Kopplung vor Ort gibt es nicht das Kühlwasserproblem, wie es der RWE-Chef für warme Sommer richtigerweise für die großen Kondensationskraftwerke, unter anderem für die Atomkraftwerke thematisiert. Konkret bedeutet dies jedoch, dass wir die Erneuerbare Energien wie geplant zügig auf mindestens 30 Prozent ausbauen, die Kraft-Wärme-Kopplung verdoppeln "" sie ist immer dezentral - und diese Energiesysteme in das Netz integrieren.
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