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23.09.2008 | Energiesparkampagne

Margit Conrad: "10 Millionen Euro für innovative Energiesparer in Rheinland-Pfalz" " Landesweiter Aktionstag am Wochenende

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will mit einem Förderprogramm über 10 Millionen Euro Bauherren und Hauseigentümer unterstützen, beim Sanieren und Bauen anspruchsvolle Standards und Innovationen umzusetzen.

Das Programm für hochenergieeffiziente Gebäude sei ein bundesweites Pilotvorhaben, das auch wissenschaftlich begleitet werde, sagte Umweltministerin Margit Conrad. Es stelle eine Erweiterung des  bisherigen 2-Millionen-Förderprogramms dar, werde auf Gebäude im Bestand ausgeweitet und setze Anreize für erneuerbare Energien im Wärmebereich.

Das Förderprogramm ist Teil der Energiesparkampagne des Umweltministeriums ""Unser Ener macht mit "" Unsere beste Energie ist gesparte Energie"".

Am Wochenende des 27./28. September findet der 2. Unser-Ener-Aktionstag statt "" ""bunt, informativ, unterhaltsam"", so die Ministerin. Er bietet in 29 Kommunen bei 66 Veranstaltungen Information und Beratung zum Thema Energiesparen bei Hausbau und ""sanierung, zu finanzieller Förderung und zu praktischen Fragen.


1.    Förderprogramm ""Hochenergieeffiziente Gebäude"" setzt auf erneuerbare Energien und Innovationen


Positive Wirkung des bisherigen Förderprogramms

Das bisherige 2-Millionen-Förderprogramm richtet sich an den Neubau. 474 Wohneinheiten sowie Sozial- und Gewerbegebäude wurden mit Zuschüssen unterstützt. Die Energiebilanz der geförderten Wohngebäude bedeutet eine Verbesserung von ca. 78 Prozent gegenüber der EnEV.


Neues Programm setzt bundesweit Maßstäbe

Das Förderprogramm für hochenergieeffiziente Gebäude stellt eine Erweiterung des bisherigen Neubau-Programms dar "" es bezieht bestehende Gebäude und deren Sanierung mit ein. Deswegen ist es ein Angebot für Bauherren und Eigentümer, anspruchsvolle Energieeffizienz-Anforderungen mit dem Mindesteinsatz von erneuerbaren Energien zu verbinden.

Die zusätzliche Landesförderung soll Knowhow für anspruchsvolle Energiekonzepte fördern und die brennstofffreien erneuerbaren Energien im Wärmemarkt voranbringen.


Gefördert werden im Rahmen des Pilotvorhabens Musterlösungen, um


·        innovative energiesparende Technologien im Markt zu etablieren und weiterzuentwickeln,

·        den Einsatz von erneuerbaren Energien zu Zwecken der Wärmeversorgung zu steigern und dadurch die Nachhaltigkeit der Energieversorgung zu verbessern und

·        den Wissenstransfer hinsichtlich hochenergieeffizienter Bauweisen zu beschleunigen.

 
""Für die Verbindung von hocheffizientem Wärmestandard mit dem Einsatz erneuerbarer Energien werden Anreize gesetzt. Ziel ist die Stärkung der erneuerbaren Energien gerade im Wärmemarkt  und die Etablierung von Technologien, die die Immobilien-Eigentümerinnen und ""Eigentümer dauerhaft von steigenden Energiepreisen entkoppeln"", stellt Umweltministerin Margit Conrad fest.
 
Diese Verbindung ist  bundesweit einmalig.
 
Das Förderprogramm soll insgesamt mit 10 Millionen ausgestattet werden.

Das vorherige Programm für energieeffiziente Neubauten wird in seiner Struktur übernommen und in das neue Programm integriert. Ab sofort stehen für das erweiterte Programm 3 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 7 Millionen Euro (Haushaltsvorbehalt) sollen bis 2011 zur Verfügung gestellt werden, so der Etatentwurf.

Neu ist "" ergänzend zu anspruchsvollen Passiv- und Energiegewinnhäusern "" dass besonders innovative Lösungen im Gebäudebestand gefördert werden. Vorgesehen ist eine wissenschaftliche Begleitung, um die Wirkung von Qualität, Technologie- und Kostenentwicklung sowie Knowhow-Transfer zu untersuchen.  

Das Programm fördert

1. Wohngebäude als neu errichtete Energiegewinn- oder Passivhäuser:

Ein-und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser werden mit 50 "" je m² Wohn- bzw. beheizter Nutzfläche gefördert, maximal 5.000 "" je Objekt.

Mehrfamilienhäuser werden mit 25 "" je m² Wohn- bzw. beheizter Nutzfläche gefördert, maximal 2.500 "" je Wohnung und höchstens 25.000 "" pro Objekt.

 
2. Niedrigenergiehäuser im Bestand (EnEV 2007 -30%):

Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser werden mit 50 "" je m² Wohn- bzw. beheizter Nutzfläche gefördert, maximal 5.000 "" je Objekt.

Mehrfamilienhäuser werden mit 25 "" je m² Wohn- bzw. beheizter Nutzfläche gefördert, maximal 2.500 "" je Wohnung und höchstens 25.000 "" pro Objekt.

 
3. Niedrigenergiehäuser im Bestand (EnEV 2007 -50%):

Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser werden mit 80 "" je m² Wohn- bzw. beheizter Nutzfläche gefördert, maximal 8.000 "" je Objekt.

Mehrfamilienhäuser werden mit 40 "" je m² Wohn- bzw. beheizter Nutzfläche gefördert maximal 4.000 "" je Wohnung und höchstens 40.000 "" pro Objekt.

 
4. Nichtwohngebäude

Die Anforderungen und die Förderhöhe werden im Einzelfall geprüft.

 
·        Mindestens 10 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs müssen aus erneuerbaren Energien stammen.

 
Innovative Lösungen

Bei besonders innovativen Konzepten für Wohngebäude auch auf Basis heute verfügbarer aber noch wenig verbreiteter Technik (z.B. Latentwärmespeicher, Wärmerückgewinnung aus Lüftung, kalte Nahwärme) können Zuschläge zu der Grundförderung gewährt werden. Die Zuschläge betreffen alle Fördergegenstände und dürfen 30 % der förderfähigen Ausgaben nicht übersteigen. Die maximale Förderung einschließlich der Grundförderung beträgt bei Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppelhaushälften und Reihenhäusern bis zu 10.000 Euro pro Objekt, bei Mehrfamilienhäusern bis zu 5.000 Euro pro Wohnung und höchstens 50.000 Euro pro Objekt

2. Unser-Ener-Aktionstag am 27./28. September: bunt, informativ, unterhaltsam

Vor dem Start der Heizsaison lädt der 2. Unser-Ener-Aktionstag Hauseigentümer und Interessierte am 27./28. September dazu ein, sich in ganz Rheinland-Pfalz über richtiges Energiesparen beim Bauen und Sanieren zu informieren.

Landesweit finden Veranstaltungen in 29 Kommunen 66 Veranstaltungen statt (Übersicht im Anhang; Detailinfos auf www.unserener.de)
 
Umweltministerin Margit Conrad wird gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel den Aktionstag bei der Veranstaltung in Mainz eröffnen, Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege besucht den Aktionstag in Kaiserslautern.

Die Mitglieder des Partnernetzwerks (siehe Anhang) der Energiesparkampagne und die Kommunen sind wichtige Akteure vor Ort. Sie unterstützen den Aktionstag.

Conrad: ""Das Engagement der Partner ist ein wichtiger Pfeiler der Kampagne. Die Partner "" vom Handwerk über Architekten und Ingenieuren bis hin zu Hochschulen "" stehen für das breite Spektrum der Akteure für energieeffizientes Bauen. Kommunen haben eine herausragende Rolle in der Kommunikation mit den Bürgern, sie machen Planungsvorgaben für Energiestandards und die Energieinfrastruktur.""

Die Beteiligung der Kommunen ist groß und Teil des Erfolges. Auch Architekten-, Ingenieur- und Handwerkskammern, die Fachverbände Heizung-Sanitär-Klima, Schornsteinfeger, Energieberater, Energieagenturen, Verbraucherzentrale, Bauforum RLP, Mieterverbände, Wohnungswirtschaft, Baugewerbeverband machen mit und bieten Informationen und Beratung vor Ort an.

Ministerin Conrad dankte  allen für das Engagement: ""Die Kampagne rollt landesweit. Dies war ein wichtiges Ziel.""

Mit über 25 Einzelaktionen an den beiden Aktionstagen bietet der Landkreis Altenkirchen das breiteste Angebot "" von der Energieberatung (ohne Anmeldung) bis zu Besichtigungen von Privathäusern und öffentlichen Gebäuden, die regenerative  Wärme erzeugen. Kaiserslautern zeigt die ""Live-Sanierung"" einer Modell-Wand, ""Mainz strampelt für die Umwelt"" in einer Benefiz-Aktion mit dem Energiefahrrad, in Koblenz, Landau, Worms oder Veitsrodt finden Vorträge zum Bauen und Sanieren statt und es gibt neben Beratung auch praktische Anschauung. Neuwied berät über umweltfreundliche Mobilität mit Gas- oder Hybridfahrzeugen und Trier sowie Vallendar bieten Bus-Exkursionen an "" letztere unter anderem zur Bürgersolaranlage Urbar.


3. Unser-Ener-Beratungsangebot immer stärker genutzt

Der Bedarf an Beratung für richtiges Bauen und Sanieren ist groß. Die Angebote werden erheblich stärker genutzt "" gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 47 Prozent.

Von Januar bis August 2008 konnten in der kostenlosen Erstberatung der Verbraucherzentrale bereits 4227 Beratungen gezählt werden, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 2952. www.energieberatung-rlp.de Über die Energieberaterdatenbank werden Kontakte zu 480 Beratern in Rheinland-Pfalz hergestellt. Neu in diesem Jahr sind Bauherrenseminare zu Neubau und Sanierung und die Spezialberatung zu Photovoltaikanlagen.
Monatlich gibt es bis zu 800 Anfragen in der Fördermitteldatenbank (www.unserener.de); insgesamt über 13.000 gezielte Anfragen.
Die Transferstelle Bingen berät Privatpersonen und Kommunen.
 
2008 wurden bis heute ca. 225.000 Besucher bei Veranstaltungen mit der Kampagne""Unser Ener macht mit "" Unsere beste Energie ist gesparte Energie"".
(www.unserener.de) gezählt.

Der Erfolg beruht nach 18 Monaten Kampagne auf einer weiten Verbreitung im Land, auf unmittelbarem Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern sowie auf einem  aktiven Partnernetzwerk mit hoher Fachkompetenz. Klar definiert sind die Ziele der Kampagne: mehr Qualität und Dynamik beim Energiesparen in Gebäuden und beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt, ein breites Beratungsangebot zur umfassenden Information auch über die attraktive Förderkulisse.


ANHANG

An den Aktionstagen rund um den 27./28. September finden an 29 Orten in Rheinland-Pfalz 66 Veranstaltungen und Aktionen statt

(mehr auf www.unserEner.de):

Kaiserslautern:

SA:     Informationsangebot auf dem Stiftsplatz (9-16 Uhr)

SO:     Bustour zu Energiesparhäusern (14 Uhr)

DO:     Filmvorführung ""Eine unbequeme Wahrheit"" (20.15 Uhr)

 
Pirmasens:

SA:     Informationsvorträge und Besichtigungen (10-16 Uhr)

 
Mainz:

SA:     Informationsangebot in der Fußgängerzone (10-16 Uhr)

SO:     Solarspaziergang (10.30 Uhr)

 
Alzey:

SO:     Informationsmesse (10-16 Uhr)

 
Altenkirchen:

SA und SO:   insgesamt 26 Veranstaltungen und Besichtigungen

 
Windhagen:

SA:     Beratungen und Besichtigungen (10-16 Uhr)


Bad Bergzabern:

SA und SO:   Informationsveranstaltung (10-16 Uhr)

 
Bingen:

SA:     Besichtigungen und Fachvorträge (10-16 Uhr)

 
Fürfeld:

SA und SO:   Besichtigung Energiesparhaus und Vortrag

 
Gaugrehweiler:

SA:     Seminar der Verbraucherzentrale zur Altbaumodernisierung (9.30 Uhr)

 
Gering (Maifeld):

SA und SO:   Vorträge, Ausstellung, Beratung (10-18 Uhr)

 
Hillesheim "" Waldbauerntag:

SO      Fachvorträge und Vorführungen (10-18 Uhr)

 
Koblenz:

FR:      Start der Eisblockwette

SA:     Informations- und Beratungstag (10-17 Uhr)

 
Landau:

SA:     Informationsveranstaltung im alten Kaufhaus (10-16 Uhr)


Neuerburg:

SA:     Ausstellungseröffnung, mehrere Vorträge vom 27.09.-07.10.

 
Simmern:

SO:     Informationsveranstaltung mit Vorträgen (10-18 Uhr)

 
Neuwied:

SA:     Informationsveranstaltung und Besichtigungen (10-16 Uhr)

 
Vallendar:

SA:     Bus-Tour (14-17 Uhr)


Veitsroth:

SA und SO:   Herbstmarkt mit Vortragsprogramm und Ausstellung (10-18 Uhr)

 
Worms-Wiesoppenheim:

SA:     Informationsveranstaltung (10-18 Uhr)

 
Mannebach/Saarburg:

SO:     Informationsveranstaltung und Besichtigungen (11-19 Uhr)


Trier:

SA:     Energieberatung (10-17 Uhr) und Bustour ""Altbausanierung"" (10 Uhr)

SO:     Bustour ""Biowärme"" (10 Uhr)

Nentershausen:

SO:     Informationsveranstaltung (11-17 Uhr)


Klingelbach:

SO:     Informationsveranstaltung (11-17 Uhr)

 
Sprendlingen:

SO:     1. Sprendlinger Energiesparmesse (11-18 Uhr)

 
Biersdorf am See:

SO:     Filmvorführung und Besichtigungen (10-17 Uhr)

 
Cochem:

SA:     Beratungs- und Informationsangebot

 
Simmern:

SO:     Bio-Wärmezentrum (Vorträge und Besichtigungen) (10-18 Uhr)

 
Westhofen:

SA:     Tag der offenen Tür (10-14 Uhr)

 


Partnernetzwerk zur Kampagne

 
·        Architektenkammer Rheinland-Pfalz

·        Bauforum Rheinland-Pfalz

·        Bau- und Energienetzwerk Mittelrhein BEN

·        Biowärmezentrum Rheinland-Pfalz in Simmern

·        Effizienzoffensive Energie (EOR)

·        Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Pfalz

·        Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Rheinland-Rheinhessen

·        Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker Landesverband (GIH) Rheinland-Pfalz e.V.

·        Handwerkskammer der Pfalz

·        Handwerkskammer Koblenz

·        Handwerkskammer Rheinhessen

·        Handwerkskammer Trier

·        Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfAS) am Umwelt-Campus Birkenfeld

·        IHK Rheinland-Pfalz

·        Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz

·        Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks

·        Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks

·        Landeszentrale für Umweltaufklärung

·        Transferstelle Bingen

·        Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland-Westfalen

·        Verband der Wohnungswirtschaft Südwest

·        Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

·        Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP)

·        Deutscher Mieterbund Landesverband Rheinland-Pfalz

·        Deutsches Energieberater Netzwerk

·        Baugewerbeverband Rheinland-Pfalz

 

Das Förderprogramm für besonders energieeffiziente Gebäude als pdf-Datei

 

Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Miitenzwei

Kaiser-Friedrich-Str. 1
55116 Mainz
Telefon: 06131-164645
Telefax: 06131/164649
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