
Vor dem Hintergrund des Lebensmittelskandals in China wird auf Anweisung des Umweltministeriums die rheinland-pfälzische Lebensmittelüberwachung besondere Aufmerksamkeit auf Milch und Milchprodukte richten, die ihren Ursprung möglicherweise in China haben könnten. Zurzeit gibt es keine Hinweise, dass solche Produkte aus China nach Rheinland-Pfalz gelangt sind. Es besteht EU-weit ein Importverbot für chinesische Milch oder Milchprodukte wie Milchpulver.
Das Landesuntersuchungsamt (LUA) wird in den kommenden Tagen die Überwachungsbehörden auffordern, nach verdächtigen Produkten Ausschau zu halten und Proben zu untersuchen. Dem LUA stehen Methoden zum Nachweis der Chemikalie Melamin zur Verfügung. Die Untersuchungen sind eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher in Rheinland-Pfalz.
Melamin wird normalerweise zur Herstellung von Kunststoffen verwendet. Es wurde in China Milchprodukten beigemischt, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Dabei kam es zu schweren Erkrankungen und auch Todesfällen bei Säuglingen.
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