
Deutschland war im Jahr 2008 Gastgeber der neunten Weltkonferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt: Anlass für Landesforsten Rheinland-Pfalz, im vergangenen Jahr ganz gezielt das Thema Biodiversität in den Blickpunkt der Aktivitäten zu rücken. Einen Einblick in das ebenso komplexe wie vielfältige Aufgabenspektrum des Landesbetriebes gewährt der Geschäftsbericht 2008.
""Vielfalt ist unser Programm, Vielfältig ist unser Auftrag"": Anschaulich dokumentiert Landesforsten diese Leistungssaussage in Wort und Bild auf 70 Seiten Geschäftsbericht. Dieser gibt einen Überblick über die von Landesforsten Rheinland-Pfalz wahrgenommenen Aufgaben in den Geschäftsbereichen Staatswaldbewirtschaftung, Umweltvorsorge, Erholung und Umweltbildung, Dienstleistungen für Dritte, Behördliche Leistungen, Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung. Die Darstellung wird ergänzt durch einen Lagebericht sowie den kaufmännischen Jahresabschluss des Landesbetriebs.
Margit Conrad: ""Biodiversität ist für Landesforsten kein Modewort des Jahres 2008, sondern von jeher Bestandteil der betrieblichen Ausrichtung in allen berührten Aktivitätsbereichen. Im Berichtsjahr konnte Landesforsten das Betriebsergebnis bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes unter Einbezug von Zuführungen, Fördermitteln und kalkulatorischer Erträge noch einmal auf rund 21 Millionen Euro verbessern. Aus diesem Ergebnis heraus werden erhebliche Beiträge zur Finanzierung der gemeinwohlorientierten Leistungen erbracht, die der Landesbetrieb Landesforsten im Rahmen der staatlichen Daseinsvorsorge für uns alle erzeugt.""
Im Jahr 2008 war ein Schwerpunkt in der Bewirtschaftung des Staatswaldes die Bewältigung der Folgen des Sturms ""Emma"", der allein beim Nadelholz mit rund 650.000 Festmeter außerplanmäßigen Schadholzanfalls im Land zu Buche geschlagen hat. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Wiederbewaldung der Freiflächen, die im Vorjahr durch den Orkan ""Kyrill"" entstanden sind. Das Wiederbewaldungskonzept hob darauf ab, standortangepasste Jungwälder mit hoher genetischer Vielfalt zu begründen. Hieraus werden Waldbestände erwachsen, die durch ihre Vielfalt an mögliche Umweltveränderungen bestmöglich angepasst sind und sich zu vitalen und stabilen Mischwäldern entwickeln sollen.
Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Biomasse als Primärenergieträger auf 16 Prozent zu erhöhen. Landesforsten unterstützt dieses Ziel durch regional zuständige Energieberater und Biomassemanager. Sie beraten private, gewerbliche sowie öffentliche Verbraucher bei ihren Überlegungen für neue Holz-Sonne-Heizungen oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Im Vordergrund steht dabei die Effizienz der Energiegewinnung.
Im April 2008 wurde das neue Walderlebniszentrum Soonwald eröffnet. Neben den bereits von Landesforsten getragenen oder mit Kooperationspartnern betriebenen Einrichtungen wie dem Wald-Jugendheim Sargenroth, den Wald-Jugendheimen Kolbenstein und Dasburg, dem Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz, der Waldwerkstatt auf dem Taubensuhl und dem Hunsrückhaus am Erbeskopf, bietet es Schulklassen-, Kinder- und Jugendgruppen, Erwachsenen und Familien vielfältige waldpädagogische Angebote und Programme. 12.706 Teilnehmende im Jahr 2008 belegen den Erfolg der Einrichtungen.
Die ""Waldferien für Kids"" konnten erweitert angeboten werden, so nahmen 943 Kinder in den Oster-, Sommer- und Herbstferien die 1- bis 2-wöchigen Angebote der 21 beteiligten Forstämter wahr.
Im Rahmen der Initiative ""Treffpunkt Wald"" wurde zum Thema Biodiversität ein vielfältiges Programm für die breite Öffentlichkeit aber auch für das interessierte Fachpublikum aufgelegt. 617 Angebote erreichten rund 90.000 Menschen. Die Programme setzten sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Fragen der Vielfalt in unseren Wäldern auseinander.
260 junge Menschen waren 2008 bei Landesforsten in einem Ausbildungsverhältnis. 68 Auszubildende haben ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Mehr Daten, Fakten und Hintergründe rund um den Wald und Landesforsten Rheinland-Pfalz finden sich im Geschäftsbericht 2008, der als Download im Internet unter www.wald-rlp.de zur Verfügung steht oder als Druckstück bei der Zentralstelle der Forstverwaltung, KOMMA, Neupfalz, 55442 Stromberg (zdf.komma(at)wald-rlp.de oder karin.klink(at)mufv.rlp.de).
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