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14.12.2009 | Forstwirtschaft

Ministerin Conrad: In der Krise gut behauptet

Die Forst- und Holzwirtschaft in Rheinland-Pfalz hat sich trotz Wirtschaftkrise gut behauptet. Dieses Fazit zog Forstministerin Margit Conrad auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes in Boppard. Zwar wurden 2009 mit 2,8 Millionen Festmetern weniger Holz vermarktet als im Vorjahr, wo der Absatz 3,2 Millionen Festmeter betrug. ""Von einem regelrechten Absturz kann man jedoch nicht sprechen"", so Conrad. Was allerdings die Forstbetriebe sehr stark belaste, sei der gesunkene Durchschnittspreis auf das verkaufte Holz.

Erfreulich war, so die Ministerin, dass das Nasslagerholz vollständig zu akzeptablen Preisen abgesetzt werden konnte. Die Nasslagerung habe sich somit bewährt, wie etwa nach dem Sturm Kyrill. ""Wir sind derzeit dabei, die Voraussetzungen für wasserrechtlich dauerhaft abgesicherte Nasslagerplätze zu schaffen"", griff Forstministerin Conrad eine wiederholt vorgebrachte Forderung des Waldbesitzerverbandes auf.

Im Hinblick auf die Verwendung von Holz als Bau- und Brennstoff bemerkte die Ministerin: ""Wir wissen: die zunehmende Holzverwendung im stofflichen Bereich wirkt sich positiv auf die Klimaentwicklung aus, Holznutzung und ""verwendung stärken unsere heimische Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Holz ist damit lokal betrachtet der Nachhaltigkeitsrohstoff der Zukunft."" Deshalb sei es geboten, das Holznutzungspotential der heimischen Wälder auszuschöpfen. In diesem Rahmen muss das Gebot der Nachhaltigkeit gewahrt sein.

Um die Rahmenbedingungen für die Bewirtschaftung des Privatwaldes zu verbessern, habe sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, die Eigeninitiative privater Waldbesitzender zu fördern und die Privatwaldbetreuung zu verstetigen: ""Denn die Privatwaldbetreuer verfolgen im Privatwald forstpolitische Ziele wie Holzmobilisierung, Naturschutz, Waldumbau im Klimawandel durch Beratung, Mitwirkung und Förderangebote."" Im Zuge der Strukturreform wurden deshalb zusätzliche spezielle Privatwaldbetreuungsreviere ausgewiesen. Tragende Elemente einer auf Eigenverantwortung beruhenden Bewirtschaftung des Privatwaldes sind nach Worten der Ministerin die Waldbauvereine.

""Wir nehmen die Verantwortung für die Biodiversität in unseren Wäldern wahr. Unsere Konzeption des naturnahen Waldbaus in Verbindung mit der flächendeckend kompetenten Beratung durch unsere Gemeinschaftsforstämter, unterstützt durch ein konsistentes Fördersystem, hat in den letzten 20 Jahren zu einer beachtlichen ökologischen Aufwertung der Wälder in Rheinland-Pfalz geführt"", zeigte sich Ministerin Conrad zufrieden. ""Inzwischen liegen wir mit unserem Laubbaumanteil in der Spitzengruppe aller Flächenländer. Zugleich haben wir einen Anteil an Mischwäldern von nahezu 80 Prozent erreicht. In den Jahren 2000 bis 2008 wurden im Körperschafts- und Privatwald Maßnahmen des naturnahen Waldbaus mit im Mittel 1,6 Millionen Euro jährlich gefördert.""

Zu einer nachhaltigen Waldentwicklung gehöre nach Auffassung der Ministerin auch eine zukunftsorientierte Jagdpolitik, wie beispielsweise die Fortführung der Fütterungs- und Kirrverordnung oder die geplante Novellierung des Jagdgesetzes.
 


Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei

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