
""Rheinland-Pfalz baut seine Erneuerbaren Energien aus und schafft damit Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung im Land - längere Laufzeiten der Atomkraftwerke schaden dieser Entwicklung"", stellte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD) in der heutigen Plenarsitzung des rheinland-pfälzischen Landtags fest. ""Die Landesregierung hat mit der Entscheidung, die Stromversorgung der über 1700 Landesliegenschaften auf Erneuerbare Energien umzustellen, ein Signal gesetzt für den Ausbau dieser Zukunftsenergien und gegen Atomstrom"".
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch steigt deutlich. Er betrug in 2007 8,6 Prozent. Bereits seit 2006 liegt Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt. Mit 4,82 kWh Solarwärmeerzeugung pro Quadratmeter Dachfläche liegt Rheinland-Pfalz 2007 bundesweit an dritter Stelle. Auch die Nutzung der Fotovoltaik entwickelt sich sehr dynamisch. Im Ländervergleich der zugebauten Leistung 2001 bis 2006 belegt Rheinland-Pfalz den 5. Platz. Mit 49 Watt installierte Leistung pro Einwohner liegt das Land bundesweit an dritter Stelle.
""Dieser positive Trend wird durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke gebremst"". In Rheinland-Pfalz profitiere die Wirtschaft erheblich von den Erneuerbaren Energien. Nicht nur die Arbeitsplätze in den Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche wie Juwi oder Fuhrländer haben sich erfreulich entwickelt, sondern auch die traditionellen Industrien profitieren: vom Anlagen- und Maschinenbau über die Chemie- bis zur IT-Branche. Es sei ein gravierender Fehler, statt Innovationen und technologische Entwicklung zu fördern, abgeschriebener und veralteter Kraftwerkstechnologie einen Vorrang einzuräumen.
Conrad: ""Wer auf die Hochrisikotechnologie Atomkraft setzt, verlangsamt den dringend notwendigen Umbau der Energieversorgung, schwächt den Wettbewerb und stärkt die Monopolstellung der vier großen Energieversorgungsunternehmen. Dies geht auch zu Lasten der Stadt- und Gemeindewerke"".
""Atomkraft gefährdet Sicherheit und schafft auch keine Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz"". Bis heute sei die Frage der Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle ungeklärt. Umweltministerin Conrad wies auch auf die technischen Risiken des Weiterbetriebs der Atomkraftwerke sowie auf die Gefahren des internationalen Terrorismus und der Proliferation hin. Darüber hinaus gehöre Uran "" ähnlich wie Öl und Gas "" zu den endlichen Rohstoffen. Es müsse außerdem vollständig importiert werden.
Conrad: ""Es ist und bleibt ein Fehler vom Atomausstieg abzurücken. Atomenergie ist eine veraltete Risikotechnologie, das zeigen allein die zahlreichen Störungen und Störfälle in den nahe an Rheinland-Pfalz liegenden Atomkraftwerken Biblis und Philippsburg"".
""Mit der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verkennt die schwarz-gelbe Koalition die Zeichen der Zeit. Die Zukunft liegt im enormen Potential der Erneuerbaren Energien, der Senkung des Energieverbrauchs und der Erhöhung der Energieeffizienz. Wir müssen in die Leitmärkte der Zukunft investieren, nur so kann der CO2-Ausstoß reduziert und die Erderwärmung begrenzt werden"".
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