
Bundesweit deuten Laboruntersuchungen von Schafleber-Proben darauf hin, dass die festgelegten Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche Polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) in den Lebern der Schafe häufig überschritten werden.
Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Schafleber in Deutschland ist sehr gering, insoweit ist eine allgemeine gesundheitliche Gefährdung durch den Verzehr nicht zu befürchten. Das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz rät trotzdem aus Gründen der Vorsorge davon ab, Schaflebern zu essen, um eine unnötige Anreicherung der Substanzen im Körper zu vermeiden. Dies sollte auch bei dem anstehenden Opferfest Kurban Bayrami, bei dem traditionell Schafe geschlachtet werden, beachtet werden.
"" Das Fleisch von Schafen und Lämmern kann als hochwertiges Lebensmittel weiterhin ohne Bedenken verzehrt werden.
Das Ministerium weist darauf hin, dass sich die genannten Belastungen nach gegenwärtigem Kenntnisstand auf die Leber von Schafen beschränken.
Studien sollen nun die Ursache für die hohe Belastung der Schaflebern klären. Zudem werden in einem bundesweiten Monitoringprogramm Leber- und Muskelproben von Schafen auf ihren Gehalt an Dioxinen und dl-PCB untersucht, um eine belastbare Datenbasis zur Risikoabschätzung zu erhalten.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich zur Dioxin-Belastung von Schafleber in einem Gutachten geäußert. Im Internet unter:
http://www.bfr.bund.de/cm/208/schafleber_kann_stark_mit_dioxinen_und_pcb_belastet_sein.pdf
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