
Im Rahmen der Aktion Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz fördert das Umweltministerium jetzt das 400. Projekt im Land. Für die Entwicklung eines naturnahen generationsübergreifenden Freizeitgeländes in Urmitz im Landkreis Mayen-Koblenz werden insgesamt 71.980 Euro zur Verfügung gestellt.
Seit dem Start des Förderprogramms ""Kinderfreundliche Umwelt"" 1997 wurden bislang rund 9 Millionen Euro für die Schaffung naturnaher Erlebnisspielräume bewilligt. Mit den Mitteln wurden unter anderem die Außenbereiche von Kindergärten und Schulen sowie Spielplätze naturnah umgestaltet und Spielleitplanungen umgesetzt.
""Mädchen und Jungen brauchen ausreichend Aktionsräume in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld. Vor allem naturnahe Spielangebote, die nicht nur die Fantasie und Kreativität anregen, sondern auch ihr körperliches Geschick herausfordern, sind entscheidend für die gesunde und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen"", betont Umweltministerin Margit Conrad die Bedeutung des Programms.
Um dem demographischen Wandel in Rheinland-Pfalz Rechnung zu tragen, wurde das Programm "Kinderfreundliche Umwelt" weiterentwickelt. Es wurde die Möglichkeit geschaffen, große, generationenübergreifende, multifunktionale naturnahe Spiel-, Erlebnis-, Freizeit- und Erholungsangebote in Gemeinden und Städten zu fördern, die den Bedürfnissen junger wie älterer Menschen nach naturnaher Freizeitgestaltung Rechnung trägt. In Urmitz wird jetzt das landesweit dritte Projekt dieser Art gefördert.
""Das Projekt in Urmitz ist ein gelungenes Beispiel für ein Erholungsangebot, das sich generationsübergreifend an junge wie ältere Menschen richtet und deren Bedürfnissen nach naturnaher Freizeitgestaltung Rechnung trägt. Ich danke allen Verantwortlichen in der Gemeinde, dass sie sich dieses außergewöhnlichen und zukunftsorientierten Vorhabens angenommen haben"", betont Umweltministerin Margit Conrad. ""Spielangebote wie das am Örmser Ring sind wichtig für die gesunde und soziale Entwicklung von Kindern. Hier können sie ihre Kreativität und Fantasie voll entfalten, vielfältige Körper- und Sinneserfahrungen machen und spielerisch ihre motorischen Fähigkeiten weiter ausbauen. Gleichzeitig werden hier Flächen für die Naherholung und das Naturerlebnis insbesondere für ältere Menschen geschaffen. Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel ist es wichtig, dem Verlangen der älteren Generationen nach wohnungsnahen, auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Angebote Rechnung zu tragen. Mit diesem Projekt kann sich Urmitz noch attraktiver, familien- und generationenfreundlicher und umweltgerechter entwickeln"", so Margit Conrad
Für die Kinder und Jugendlichen stehen auf dem Areal zukünftig rund 1,4 Hektar an Spielfläche offen. Unter anderem werden dort große Findlinge zum Klettern eingebaut, drei Spielhügel errichtet, eine Matschgrube mit Wasserpumpe angelegt und Spielgebüsche aus heimischen Sträuchern als Rückzugsräume angepflanzt.
Jugendliche können ihren Treffpunkt am Beachvolleyballplatz auf dem Skate und Inliner-Weg anfahren oder sich auf ""Lümmelbänken"" in speziell für sie vorgesehenen Aufenthaltsbereichen treffen.
Für den generationsübergreifenden Erlebnisraum mit einer Fläche von rund 1,7 Hektar sind neben Rasen und Wiesenflächen auch vier von Bäumen und Sträuchern umsäumte Picknickplätze vorgesehen. Weitere Attraktionen werden der Obstlehrpfad, eine überdachte Boule-Bahn und der Meditationsbereich ""Träumen unter Bäumen"" mit drei Hängematten aus Korb- oder Seilgeflecht sein.
Für die Zukunft ist geplant, neben dem freien Spielen auch Kreativ- und Spielveranstaltungen mit der Grundschule und dem Kindergarten zu veranstalten. Das Gelände kann als "Grünes Klassenzimmer" genutzt werden. Auch sind gemeinsame Eltern-Kinder-Aktionen sowie Veranstaltungen mit Kindern und Obstbauern geplant.
Bei der Pflege der Flächen werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch die Übernahme von Patenschaften für Bäume und Spielelemente miteinbezogen. Die Pflegemaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit Gemeindearbeitern umgesetzt.
Die Umsetzung des Projekts soll so weit als möglich in Eigenleistung erfolgen. Das heißt, dass alle Arbeiten, die geeignet sind, durch Ehrenamtliche erledigt zu werden, in Bauaktionen mit Bürgern und Bürgerinnen ausgeführt werden.
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