
Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege hat heute in Staudernheim den ertüchtigten Nahedamm eingeweiht. ""Hochwasserschutz bedeutet Investitionen für Sicherheit, Lebensqualität und Entwicklung. Durch die Sanierungsmaßnahmen am Nahedamm sind die Bürgerinnen und Bürger von Staudernheim jetzt wieder vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis geschützt"".
Der rechtsseitige Nahedamm (rund 700 Meter Länge) in Staudernheim ist - zwischen der Fußgängerbrücke ""Barfußpfad"" und der Straßenbrücke L234 - durch Verbreiterung und Einbau einer Dichtung ertüchtigt worden. Zudem ist in einigen Bereichen die Dammkrone angehoben worden. Die Kosten hierfür betrugen rund 570.000 Euro. Davon wurden 90 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz und 10 Prozent von der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim getragen.
Um den Damm dauerhaft zu sanieren, wurde dieser auf einer Länge von zirka 575 Metern halbseitig abgetragen und nach dem Stand der heutigen Technik mit einer Tondichtung wieder aufgebaut. In einem Teilbereich wurde eine Spundwand eingepresst.
Am Nahedeich, der aus den Dreißiger Jahren stammt, waren bei den Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre immer wieder Undichtigkeiten aufgetreten. Insbesondere beim Hochwasser von 1993, 1995 und zuletzt 2005 wurden Teile der Ortsgemeinde Staudernheim überflutet.
Seit 1991 hat die Landesregierung über 570 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Das zukünftige Investitionsvolumen aufgrund bereits heute geplanter Maßnahmen beträgt circa 550 Millionen Euro.
Für das Einzugsgebiet der Nahe existieren ein eigener ""Aktionsplan Hochwasser"" sowie das ""Naheprogramm"". Im Zuge dieser Maßnahmen wurden bereits die örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen in den Städten Kirn, Bad Kreuznach und Bingen fertiggestellt. Weiterhin wurden im 4000 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Nahe entlang von Flüssen und Bächen (Länge: 5.600 Kilometer) an rund 525 Kilometern Überschwemmungsgebiete ausgewiesen. Außerdem wird durch Maßnahmen der Bodenordnung, der Dorferneuerung und des Hochwasserschutzes die natürliche Wasserrückhaltung im gesamten Naheeinzugsgebiet verbessert. 54 Rückhaltemaßnahmen mit rund 150.000 Kubikmetern Retentionsvolumen sind entstanden und für die Gewässerentwicklung wurden über 310 Kilometer Gewässerrandstreifen ausgewiesen.
""In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt rund 60 Millionen Euro für Gewässerrenaturierung und die Bodenordnung im Bereich der Nahe investiert und für den technischen Hochwasserschutz zur Umsetzung des Hochwasseraktionsplanes rund 41 Millionen Euro. Dies dokumentiert, wie wichtig der Landesregierung das Ziel Hochwasserschutz ist"", so Umweltstaatssekretärin Kraege abschließend.
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