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30.04.2010 | Einweihung Fertigungshalle KSB

Umweltministerin Conrad: „Arbeitsplätze durch Lösungskompetenzen für Energie- und Klimafragen“

Die KSB AG hat heute in Frankenthal eine neue Fertigungs- und Prüffeldhalle für Großprodukte eingeweiht. In dem mehr als 180 Meter langen und 10.000 Quadratmeter großen Gebäude werden zukünftig Pumpen gefertigt und getestet, die in den unterschiedlichsten Anwen-dungsbereichen, auch für die Nutzung der erneuerbaren Energien, zum Einsatz kommen. Mit rund 40 Millionen Euro Kosten stellt die Produktions- und Prüffeldhalle die bisher größte Einzelinvestition in der 139-jährigen Unternehmensgeschichte dar. Umweltministerin Conrad überbrachte die Grüße der Landesregierung bei der offiziellen Einweihung der Fertigungshalle.

Mit der Errichtung der neuen Produktions- und Prüffeldhalle baut die KSB ihre Fertigungskapazitäten weiter aus und stärkt den Maschinenbaustandort Frankenthal sowie den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Produkte und Technologien für das Energiesparen, Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien gehören ebenso wie die Umwelttechnologien in den Bereichen Abfall und Abwasser zu den Leitmärkten der Zukunft.

Conrad: „Dabei verfügt die KSB mit ihren Produkten über Schlüsselkompetenzen für Energieeffizienz und dies in einer Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Die KSB gehört zu den Technologieführern auf diesen Weltmärkten. Die Exportstärke unseres Landes stützt sich auf solch starke und innovative Unternehmen wie KSB. Sie besitzen die Lösungskompetenzen für die Ressourcen und Klimafrage. Sie sind die Unternehmen die mit ihren Innovationen Arbeitsplätze mit Zukunft schaffen.“ 

Der Auftragseingang im Maschinenbau entwickelt sich derzeit positiv mit einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie heute der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Das Inlandsgeschäft stieg um 28 Prozent, die Auslandsnachfrage um 18 Prozent. Gegenüber 2009 ist ein Anstieg von 25 Prozent zu verzeichnen.

Die Steigerung der Material- und Energieeffizienz in der Industrie ist bereits seit Jahren ein Anliegen der rheinland-pfälzischen Landesregierung. So liegt beispielsweise im Bereich der energieeffizienten Pumpen ein großes Potenzial, den Stromverbrauch und die Betriebskosten zu senken, denn ca. 85 Prozent der Lebenszykluskosten einer Pumpe werden durch den Energieverbrauch verursacht. Die Landesregierung unterstützt den Ausbau von Know-how und Technologiekompetenz im Energiesektor durch institutionelle Förderung, durch Projektförderung und durch die Unterstützung von Netzwerken und Verbundprojekten, so Conrad.

Die Industrie ist mit einem Anteil von rund 42 Prozent innerhalb der EU der größte Strom verbrauchende Sektor. Innerhalb der Industrie verbrauchen Pumpensysteme rund 30 Prozent der elektrischen Energie und stellen damit die größte Verbrauchssparte in der Industrie, noch vor Druckluft- und Kälteerzeugung sowie Kompressorenanlagen dar.  Einer Studie des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. aus dem Jahr 2008 zufolge könnten durch den Ersatz veralteter Antriebssysteme jährlich rund 27 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespart werden.  Das entspricht ca. 15 Prozent  des gesamten industriellen Stromverbrauchs und hat einen Gegenwert von jährlich rund 2,2 Milliarden Euro an Stromkosten.
Conrad: „Die Unterstützung der Unternehmen, selbst energie- und rohstoffeffizient zu produzieren, stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit genauso wie die Förderung von innovativen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen im Energiesektor. Die Landesregierung unterstützt diese Entwicklung durch eine Förderstrategie von der Beratung bis zur konkreten Entwicklungsinvestitionsförderung.“

Bereits 2005 haben Umwelt- und Wirtschaftsministerium hierzu gemeinsam das Effi-zienznetz Rheinland-Pfalz (EffNet) ins Leben gerufen. Das EffNet steht insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen als zentrale, fachübergreifende und nicht-kommerzielle Informations- und Beratungsplattform des Landes für Fragen, zu allen Themenschwerpunkten aus den Bereichen von Umwelt und Energie zur Verfügung. Im Rahmen des EffCheck-Projekts werden in geförderten Betriebsberatungen Ef-fizienzpotentiale mit positiven Auswirkungen auf den Umwelt- und Klimaschutz identifiziert und wirtschaftlich darstellbare Maßnahmen zu deren Umsetzung empfohlen. Aktuell sind 21 EffChecks erfolgreich durchgeführt worden. Im Rahmen der Betriebsanalysen konnten Einsparpotenziale von rund 930.000 Euro identifiziert werden, denen ein Investitionsvolumen von rund 2,8 Millionen Euro gegenübersteht. 

Um die vielfältigen Potenziale einer effizienten Nutzenergieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung im Land zu erschließen, hat das Land im Jahr 2008 die „Kraft-Wärme-Kopplungs-Offensive Rheinland-Pfalz“ gestartet.

Im Rahmen des „Zinszuschussprogramms für Investitionen im Bereich der Energieeffizienz und der Energieversorgung einschließlich der Erneuerbaren Energien“ können beispielsweise der Bau von Wärmenetzen zur direkten Wärmeversorgung, die Errichtung von Anlagen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Maßnahmen zur Verbesserung der Stromeffizienz mit einem Zinszuschuss in Höhe von 2,5 Prozent mit einer Laufzeit von 7 Jahren gefördert werden. Der Sonderfonds Energieeffizienz bietet Unternehmen die Finanzierung einer fachkundigen, unabhängigen Energieberatung an, die in konkrete Vorschläge für wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen mündet.

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