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14.12.2010 | Zertifikate

Umweltstaatssekretärin Kraege: „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist Teil der Bildungsstrategie des Landes"

Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das Erzieherinnen und Erzieher zu Fachkräften qualifiziert, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Kindertagesstätten mit Leben zu füllen. 77 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Rheinland-Pfalz haben in den vergangenen 18 Monaten an dieser Fortbildung teilgenommen. Zum Abschluss überreichte Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege den Teilnehmern in Mainz die Urkunden und dankte für deren Bereitschaft, nun als Multiplikatoren zu wirken. Auch im kommenden Jahr soll die Fortbildung angeboten werden.

„Nach Abschluss dieses zweiten Kurses stehen im Land mehr als 150 qualifizierte und engagierte Botschafterinnen und Botschafter für diese Zukunftsaufgabe bereit. Die Qualifizierung zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich ist unabdingbarer Bestandteil der Nachhaltigkeits- und Bildungsstrategie des Landes. Aus dem Erleben mit und in der Natur, im Kontakt mit Boden, Wasser und Luft, mit den Tieren und Pflanzen entstehen bei Kindern jene Kompetenzen, die Voraussetzung sind, damit Nachhaltigkeit im täglichen Leben stattfindet“, stellte Kraege fest.

Die Staatssekretärin würdigte besonders die Anregung der Projektpartner „Lokale Agenda 21“ in Trier, auch andere Länder einzubeziehen. „Bei unseren Nachhaltigkeitsstrategien müssen wir immer schauen, wie Kinder in Entwicklungsländern leben und was sie für Entwicklungsmöglichkeiten haben“, so Kraege. „das relativiert unsere Perspektiven und macht deutlich, dass Leben gestalten lernen nur in der Einen Welt möglich ist“.
Die Umweltstaatssekretärin dankte auch der Evangelischen Landesjugendakademie Altenkirchen als Fortbildungsträger und dem Regionalbüro von Leuchtpol in Rhein-land-Pfalz, einer gemeinützigen Gesellschaft zur Förderung von Umweltbildung im Elementarbereich. Leuchtpol hat in den Aufbaumodulen den Themenbereich Energie gestaltet, der für eine nachhaltige Entwicklung immer wichtiger wird. Dank sei auch an die Stiftung Ökologie und Landbau gerichtet, die durch ihren Lern- und Seminarbauernhof, Gut Hohenberg in Queichhambach/Pfalz, zahlreiche praktische Erfahrungsfelder zur Nachhaltigkeit erlebbar gemacht hat.

Ein besonderer Dank der Staatssekretärin ging an die Erzieherinnen, die sich im „Arbeitskreis Koordination der BNE-Fachkräfte“ zusammengeschlossen haben und über ihre eigene Kindertagesstätte hinaus in Rheinland-Pfalz wirken wollen. Den Teilneh-merinnen und Teilnehmern an der Ausbildung gab Kraege mit auf dem Weg: „Wir brauchen Menschen wie sie, die bereit sind, durch aktives und kreatives Mitgestalten die Fragen der Zukunft anzugehen“.

Seit 2006 stattet die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz die rund 2500 Kindertagesstätten im Land zur praktischen Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Fachmaterialien aus.  Dazu gehören neben dem Sammelordner „Leben-gestalten-Lernen“ mittlerweile auch zwei Kinderlieder CDs und ein Kindermusical. Außerdem bietet sie Fortbildungsveranstaltungen an.

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