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19.02.2010 | Biodiversität

Natura 2000: Rheinland-Pfalz belegt Spitzenplatz " 50 Prozent der Landesfläche unterliegt einem besonderen Schutz

Rheinland-Pfalz setzt sich erfolgreich für den Schutz der Biodiversität ein. Das zeigt die aktuelle Faktenlage.

Danach liegt Rheinland-Pfalz bei Natura 2000 (FFH-Flächen und Vogelschutzgebiete) mit 20 Prozent der Landesfläche in der Spitzengruppe der Bundesländer und weit über dem EU-Durchschnitt. Bei den Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Flächen liegt Rheinland-Pfalz im Ländervergleich auf dem 1. Platz (vergleiche Bundesamt für Naturschutz). Rheinland-Pfalz hat 57 Vogelschutzgebiete, was im Ländervergleich Mittelfeld bedeutet.

Rheinland-Pfalz verfügt zusätzlich über 510 Naturschutz- und 100 Landschaftsschutzgebiete sowie 28.000 geschützte Biotope.

Die Naturschutzgroßprojekte (z.B. Bienwald, Mayener Grubenfeld, Schmittenhöhe) setzen Artenschutz an herausgehobener Stelle um. Sie leisten mit Unterstützung der Naturschutzverbände einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Rheinland-Pfalz und der Bundesrepublik Deutschland "" etwa im Bienwald, wo auf 18.000 Hektar Arten- und Biotopschutz in Eichenwäldern und Feuchtgebieten, an Gewässern und in Talniederungen stattfindet. In den Höhlensystemen des Mayener Grubenfeldes sind 16 Fledermausarten beheimatet -eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen in Mitteleuropa. Die vom Bund und Land mit insgesamt 5,2 Millionen Euro geförderte Maßnahme wird vom NABU betreut.

Große Vielfalt weisen die 7 und demnächst 8 Naturparke auf, die über das ganze Land verteilt sind. Als Modellräume für nachhaltige Entwicklung tragen sie zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei; sie werden vom Land institutionell gefördert. Naturparke sind in der reich strukturierten Kulturlandschaft von Rheinland-Pfalz das geeignete Instrument, um Biodiversität und nachhaltige Entwicklung zu verbinden. Größere unberührte Landschaften, die sich für einen Nationalpark eignen würden, gibt es in Rheinland-Pfalz nicht.

Insgesamt 50 Prozent der Landesfläche unterliegen einem besonderen Schutz.

Rheinland-Pfalz ist vom Flächenanteil das waldreichste Bundesland. Forstwirtschaft und Artenvielfalt sind dank naturnahem Waldbau keine Gegensätze. So konnte der Anteil der Mischwälder innerhalb der letzten 20 Jahre um 17 Prozent  auf inzwischen 79 Prozent gesteigert werden.  80 Prozent der Natura 2000-Flächen liegen im Wald. Die rheinland-pfälzischen Wälder mit ihren unterschiedlichen Strukturen "" von Naturwaldflächen über naturnahe Laub- und Mischwälder bis zu Gebieten, in denen besondere kulturhistorische Nutzungsformen wie der Niederwald betrieben werden - sind vielfältig und bieten ausgezeichnete Voraussetzungen für den Schutz der Arten. Im Vergleich zu anderen Bundesländern nimmt das Land auch mit seinen großräumigen,  unzerschnittenen Waldgebieten (Pfälzerwald, Bienwald, Soonwald, Hoch- und Idarwald, Kyllwald, Donnersberg, Montabaurer Höhe, Schneifel) eine besondere Stellung ein. Erhalt und die positive Entwicklung hin zu einem naturnahen Wald mit unterschiedlichen Baumarten sind durch Inventuren deutlich belegt. Biodiversität ist Grundlage für die Entwicklung der Wälder. Darüber hinaus setzt die Förderung von Agrar-umweltmaßnahmen einen Schwerpunkt in Natura 2000-Gebieten.

Die Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden ist eng. Ende 2008 wurde die Erklärung zum Schutz der Biodiversität in Rheinland-Pfalz mit 17 Naturschutzverbänden "" darunter NABU und BUND - und Landnutzern verabschiedet. Darin bekräftigen die Unterzeichner, dass sie ""angesichts eines globalen anhaltenden Artenrückgangs, der Bedrohung von Arten und Lebensräumen und neuartiger Herausforderungen wie dem Klimawandel wollen alle Beteiligten den Schutz der Biodiversität in Rheinland-Pfalz als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe weiter voran bringen und für zukünftige Generationen nachhaltig sichern"" wollen. Dies wird in zahlreichen Projekten in  enger Zusammenarbeit, etwa zum Schutz der Wildkatze, umgesetzt.


Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei

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