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25.02.2010 | Siedlungsentwicklung

Umweltstaatssekretärin Kraege: "Flächenverbrauch reduzieren" " Projekt untersucht ab März Folgekosten für Kommunen

Flächenmanagement statt Flächenverbrauch: Rheinland-Pfalz setzt auf eine zukunftsfähige Siedlungsentwicklung und damit auf die Nutzung von Flächenreserven. Einen Monat nach Start des bundesweit einzigartigen Projektes ""Raum + Rheinland-Pfalz 2010"", findet heute in Mainz die Veranstaltung ""Nachhaltige Flächenhaushaltspolitik"" statt. Ziel ist es, den Kommunen Informationen und geeignete Werkzeuge für eine bedarfsgerechte Flächennutzung vorzustellen. Dazu gehört als weiteres Instrument ein neuer ""Folgekostenrechner"", der nachhaltiges kommunales Flächenmanagement unterstützt und der ab März in einem Modellprojekt im Land erprobt werden soll.

""Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren freien Flächen und wertvollen Böden ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes"", stellte Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege zur Eröffnung in Mainz fest. ""Rheinland-Pfalz unterstützt  die Regionen und Kommunen tatkräftig, um eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Siedlungsentwicklung zu verwirklichen."" Dazu gehöre Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung. Im Rahmen der Flächennutzungsplanung darf auch nur noch eine von der Regionalplanung vorgegebene Menge neuer Wohnbauflächen im Außenbereich ausgewiesen werden; Flächenreserven sind mit dem Bedarf zu verrechnen.

Das von Innen- und Umweltministerium im Januar gemeinsam initiierte Projekt ""Raum + Rheinland-Pfalz 2010"" untersucht landesweit innerörtliche Flächenpotenziale mit dem Ziel die Flächennutzung in Rheinland-Pfalz bis 2020 zu halbieren.

Ein weiteres Angebot an die Kommunen und Regionalverbünde im Rahmen des Landesprogramms ""Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)" stellt der neue ""Folgekostenrechner"" dar "" ein fachlich begleitetes Computerprogramm, das Umwelt- und Finanzministerium im Modellprojekt mit rund 240.000 Euro unterstützen. Interessierte Kommunen können sich ab März für eine Teilnahme bewerben. Das Programm ExWoSt fördert innovative Modellprojekte. Ein Schwerpunkt ist kostengünstiges, umweltgerechtes und energiesparendes Planen und Bauen.

""Der Folgekostenrechner zeigt Regionen und Kommunen Chancen und Risiken bei der Entwicklung von Flächen auf"", stellte Kraege fest. ""Eine bedarfsgerechte und langfristig wirtschaftlich tragfähige Baulandbereitstellung gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer mehr an Bedeutung. Folgekostenrechner verschaffen kommunalen Entscheidungsträgern die benötigte Kostentransparenz von Baulandneuausweisungen und alternativen Siedlungserschließungen."" Für eine zukunftsfähige Siedlungsentwicklung müssten neben den quantitativen insbesondere auch qualitative Aspekte eine Berücksichtigung finden: ""Die Nachhaltigkeitsstrategie liefert viele Hinweise, wie Lebensqualität in Dörfern und Städten entsteht und was attraktive Siedlungsflächen ausmacht. Auch für die Biodiversität ist der Umgang mit Freiflächen und der Schutz der Ressource Boden entscheidend.""

Der tägliche Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche stagniert in Rheinland-Pfalz seit Ende der 1980er Jahre bei mehr oder weniger 5 Hektar pro Tag. Nachdem im Jahr 2007 noch ein Zuwachs von 4,68 Hektar pro Tag zu verzeichnen war, ist dieser im Jahr 2008 auf 3,28 Hektar pro Tag gesunken.


Information und Anmeldung für das Programm ""Folgekostenrechner"":

www.fm.rlp.de  im Bereich Bauen und Wohnen
www.mufv.rlp.de  im Bereich Boden
www.zbf.umwelt-campus.de


Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei

Kaiser-Friedrich-Str. 1
55116 Mainz
Telefon: 06131-164645
Telefax: 06131/164649
e-mail: presse@mufv.rlp.de

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