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19.04.2011 | Sondergipfel

Ministerin Conrad: „Auch Cattenom muss vom Netz“

„Ziel muss es sein, dass Cattenom abgeschaltet wird. Denn Sicherheit für die Bevölkerung kann es letztendlich nur geben, wenn das Atomkraftwerk vom Netz geht“, stellt die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad anlässlich des Sondergipfels der Großregion Saar-Lor-Lux - Rheinland-Pfalz - Wallonie - Französische und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens zum Atomkraftwerk Cattenom fest, der am morgigen Mittwoch in Metz/Frankreich stattfindet. Conrad: „Eine verlässliche, kostengünstige Energieversorgung ohne Atomkraft ist möglich und bietet für die Großregion enorme Chancen. Im Herzen Europas können in der Energieversorgung sichere Alternativen entwickelt werden, die auch wirtschaftliche Impulse setzen. Vor diesem Hintergrund werden wir uns für eine verbindliche Begrenzung der Restlaufzeiten von Cattenom einsetzen.“

„Darüber hinaus wollen wir, dass die Kriterien für Sicherheitstests auch mögliche Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe einschließen“, so Ministerin Conrad. Vertreter der Mitglieder der Großregion sollten an der Durchführung und Auswertung von Sicherheitstests beteiligt werden. „Selbstverständlich muss auch die Zusammenarbeit der zuständigen Behörden bei der Aufstellung von Plänen bei Unfällen intensiviert und in gemeinsamen Übungen umgesetzt werden. Wir wollen bestmögliche Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz – aber auch dann wird es keine absolute Sicherheit für den Ernstfall eines atomaren Unfalls mit extremen Auswirkungen geben.“

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