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25.01.2011 | Nachhaltigkeit

Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege: „Chance für die Region“ – Innovativer Sportbau setzt auf Materialmix

Lokale Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung verbinden sich in einem Sportfunktionsgebäude für den Herschbacher Sportverein, das neue Wege geht. Die Baustoffe Holz, Metall und Keramik werden dort in zukunftsweisender Kombination eingesetzt.
„Das neue Gebäude ist hoch innovativ – gerade für  für das „Kannenbäckerland“ mit seinen großen Tonvorkommen. Wir erwarten uns Erkenntnisse durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem neuen Materialmix. Sie kann auch der heimischen Holzbranche zusätzliche Marktchancen eröffnen“, sagte Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege beim ersten Spatenstich. Mit bis zu 172.000 Euro unterstützt das rheinland-pfälzische Umweltministerium den Bau des Experimentalgebäudes in Herschbach im Westerwaldkreis. Die Mittel für den Neubau stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ der Europäischen Union.

Für die Tragstruktur sowie die Bodenaufbauten und Wandsysteme des Sportbaus wird Holz genutzt werden. Als Dämmmaterialien dienen holzfaser- oder cellulosebasierte Systeme. Für die Außenbekleidung, die Dachkonstruktion und die Fassade kommt der neuartige Keramik-Holz-Metall-Materialverbund zum Einsatz. Aufbauend auf einer Holztragkonstruktion wird eine Grünfassade realisiert, die in maßgeblichen Teilen aus einer Keramik-Metall-Mischkonstruktion besteht und die als Reservoir für die Grünfassade mit ihren Bepflanzungen dient. Für eine Minimierung der Transportemissionen sorgen die regionale Zusammenarbeit sowie der Einsatz regionaler Produkte und Materialien. Komplettiert wird der ökologische Ansatz des Gebäudes durch den Einsatz von Fotovoltaikelementen. Wissenschaftlich begleitet wird der Bau von der Fachhochschule Koblenz.

„Das künftige Gebäudes des „HSV 1921“ steht für weitere innovative Projekte und ist eine Chance für die gesamte Region“, sagte Kraege. Sie dankte dem Verein und seinen Mitgliedern für das große Engagement und den Pioniergeist, dieses Vorhaben so zielstrebig und effizient anzugehen. „Das Sportfunktionsgebäude des HSV wird eine Ausnahmestellung erreichen.“

 

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