Die Geflügelpest, auch als "Klassische Geflügelpest" oder "Hoch pathogene Aviäre Influenza" bezeichnet, ist seit 1878 bekannt. Sie verläuft sehr rasch als schwere Allgemeinerkrankung, es können zwischen 80 und 100 % der Tiere innerhalb weniger Tage sterben. Betroffen sind vor allem Hühner und Puten. Enten und Gänse erkranken seltener und weniger schwer, können aber das Virus weiter verbreiten. Der Erreger wird mit allen Körperflüssigkeiten und besonders mit dem Kot ausgeschieden. Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird sehr leicht von Tier zu Tier oder durch Personenverkehr verbreitet. Die Klassische Geflügelpest ist eine schwere Form der aviären Influenza, die durch hoch pathogene Influenza A-Virusstämme vom Subtyp H5 oder H7 hervorgerufen wird.
Viele andere Influenzaviren, die bei Vögeln vorkommen, verursachen nur milde Krankheitsformen, die seuchenrechtlich eindeutig von der Geflügelpest abgegrenzt werden. Neben der Klassischen Geflügelpest gibt es die "Atypische Geflügelpest" oder "Newcastle Krankheit". Die klinischen Symptome ähneln sich daher auch die Bezeichnung -, die Krankheit wird aber durch ein anderes Virus ausgelöst.

