Scrapie ist eine langsam tödlich verlaufende Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) bei Schafen und in geringerem Ausmaß auch Ziegen. Scrapie bei Schafen ist in Großbritannien bereits seit dem 18. Jahrhundert, wahrscheinlich seit 1730, bekannt und tritt bis heute auf. Man schätzt die Anzahl der in Großbritannien jährlich erkrankten Tiere auf ca. 10.000. Natürlicherweise können an der Traberkrankheit Schafe, Ziegen und Mufflons erkranken. Experimentell ist die Infektion auch auf Maus, Ratte, Nerz und Affe übertragbar. Verhaltens- und Gangstörungen sind die äußeren Zeichen. Der Name rührt von der Tendenz der erkrankten Schafe her, sich die Wolle abzuscheuern (von to scrape = kratzen). Im weitern Verlauf der Erkrankung magern die Tiere ab und es treten Störungen der Körperkoordination und beim Laufen auf. Erkrankte Schafe verlieren die Fähigkeit zu galoppieren und können sich nur noch in schnellem Trab fortbewegen. Daher stammt die deutsche Bezeichnung "Traberkrankheit". Die Krankheit verläuft langsam, dauert mehrere Wochen bis Monate und endet stets mit dem Tod. Scrapie wird höchstwahrscheinlich durch fehlgebildete Eiweiße (Prionen) hervorgerufen. Der Ausdruck spongiform, oder schwammartig, bezeichnet das Gehirn des erkrankten Tieres, da Hohlräume (Vakuolisierungen) gebildet werden.
Scrapie (TSE) in Rheinland-Pfalz
Bisher wurden in Rheinland-Pfalz drei Fälle von Scrapie (TSE) amtlich festgestellt, und zwar am 18. März 2004, 05. April 2004 und 20. September 2004. Untersucht werden alle geschlachteten und eine Stichprobe der verendeten Schafe und Ziegen im Alter über 18 Monaten.
Weitere Prionenerkrankungen bei Tieren
Außer bei Schafen und Rindern treten auch bei anderen Tieren Erkrankungen des Gehirns auf, die ähnliche Krankheitssymptome verursachen. Im Gehirn kommt es dabei zu den typischen schwammartigen Veränderungen. Man spricht daher allgemein auch von Transmissibler Spongiformer Enzephalopathie (TSE).

