Die Erhaltung des Steillagenweinbaus muss mit Blick auf seine existentielle Bedeutung für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze sowie insbesondere für den Tourismus in den Weinbauregionen zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe für alle politischen und wirtschaftlichen Kräfte gemacht werden.
Die Steillagengebiete sind zugleich Wohn-, Wirtschafts-, Ausgleichs- und Erholungsräume von besonderer Bedeutung. Vor allem das weltweit hohe Ansehen deutscher Weißweine steht und fällt mit der Sicherung eines wettbewerbsfähigen Steillagenweinbaus. Auch der Tourismus in Rheinland-Pfalz setzt in seinen Überlegungen auf eine intakte Weinkulturlandschaft, weil sich daraus hervorragend neue Produkte entwickeln lassen, die für deutsche und internationale Gäste hoch attraktiv sind.
Deshalb ist es mir wichtig, neue Initiativen für den Steillagenweinbau und den Tourismus in diesen Regionen zu starten, die Aktivitäten eng aufeinander abzustimmen um so eine neue Dynamik für die gesamte Region auszulösen.
Im Zeitraum eines Jahres haben nun die Dienstleistungszentren ländlicher Raum Mosel, Rheinhessen-Nahe-Hunsrück sowie Westerwald-Osteifel und die Tourismusorganisationen die aktuelle Lage analysiert, Strategien für eine zukunftsgerechtere Entwicklung erarbeitet und dazu konkrete Maßnahmebündel sowie Projekte vorgeschlagen. Die in Abstimmung mit den Verbänden formulierten Ziele und Aktionsfelder sollen in den einzelnen Regionen in verschiedenen Gremien weiter diskutiert werden und in die Ausgestaltung der Förderprogramme einfließen.

